Katzen haben mitunter viel tun, auch wenn sie die meiste Zeit des Tages dösend oder schlafend verbringen. Tatsächlich schlafen Katzen bis zu 16 Stunden am Tag. Dafür sind die restlichen Stunden angefüllt mit für die Mieze wichtigen Aktivitäten, bei denen du sie auf keinen Fall stören solltest. Welche Aktivitäten sind das, und woran erkennst du, dass du deine beschäftigte Katze dabei besser nicht stören solltest?

Was die Katze als Störung auffasst

Störungen sind alles, was sie von ihrer gegenwärtigen Tätigkeit abhält. Hierzu zählen Berührungen – auch wenn du sie doch nur liebevoll streicheln möchtest – oder das Rufen ihres Namens. Auch wenn du subtilen Druck auf sie ausübst und sie das Gefühl bekommt, dass sie sich jetzt beim Fressen doch mal beeilen soll, fasst die Katze als Störung auf. Deine Katze braucht das Vertrauen und die innere Ruhe, dass sie all ihren Beschäftigungen in Ruhe nachgehen kann. Je größer dieses Vertrauen ist, desto entspannter und freundlicher dir gegenüber ist die Katze. Übrigens: Rufe deine Katze nur, wenn du etwas von ihr möchtest, du sie beispielsweise anlocken oder füttern möchtest. Wenn du öfters oder immer wieder grundlos ihren Namen rufst, stumpft sie eines Tages dagegen ab und wird gar nicht mehr reagieren.

1) Die Katze schläft

Schlaf ist wichtig für die Regeneration von Körper und Geist. Muskeln entspannen sich, Giftstoffe werden abtransportiert und der Körper schöpft neue Kraft. Zudem werden Erlebnisse des Tages im Traum verarbeitet. Dies kannst du gut beobachten, wenn die Pfoten zucken oder die Katze im Schlaf sogar maunzt oder faucht. In dieser Phase solltest du sie keinesfalls stören, also weder berühren noch rufen. Störungen im Schlaf bedeuten Stress und können sich negativ auf das körperliche und seelische Wohlbefinden der Katze auswirken. Auch Verhaltensänderungen sind möglich, wenn die Katze wiederholt nach Belieben geweckt wird. Möglicherweise fängt sie an zu fauchen oder du bekommst einen Hieb mit den Krallen. Gönne deiner Katze also ihren Schlaf und lasse sie möglichst immer von allein wieder aufwachen.

2) Die Katze putzt sich

Das Putzen ist für die Katze ein sehr wichtiges Ritual. Katzen putzen sich mehrmals am Tag, manchmal wachen sie sogar aus ihrem Nickerchen auf, nur um sich kurz die Pfoten zu lecken und gleich wieder einzuschlummern. Putzen hat hierbei mehrere wichtige Funktionen für die Katze: In erster Linie dient es der Reinigung des Fells, denn mit ihrer rauen Zunge löst sie Staub, Schmutz und lose Haare aus ihrem Pelz. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass deine Katze beim Putzen öfters innehält und scheinbar ins Leere starrt? Dieser Eindruck täuscht, denn beim Putzen nimmt die Mieze für sie wichtige, sich im Fell befindende Duftstoffe auf und verarbeitet die darin enthaltenen Informationen. Daher solltest du sie beim Putzen keinesfalls stören, sondern vollkommen in Ruhe lassen. Denn oft schließt sich dem Putzen auch gleich das nächste Nickerchen an.

3) Die Katze frisst

Deine Katze muss Zeit und Ruhe haben, um zu fressen. Platziere ihren Napf in einer ruhigen Ecke ohne Durchgangsverkehr oder Krach. Für eine gute Verdauung ist es wichtig, dass die Katze in ihrem Tempo fressen kann in der Gewissheit, dass sie hierbei niemand stört. Hektisches Fressen kann zu Unwohlsein und Verdauungsproblemen führen. Falls du mehrere Katzen hast, stelle sicher, dass jede Katze ihren Fressplatz und genug Zeit zum Futtern hat. Keinesfalls darf der Futternapf neben dem Katzenklo stehen, und den Wassernapf solltest du nicht neben dem Futternapf platzieren, da Futter- und Wasseraufnahme für die Katze völlig getrennte Vorgänge sind. Ausnahme: Falls du Trockenfutter gibst, stelle ihr immer frisches Wasser daneben bereit.

4) Die Katze geht aufs Klo

Wie das Fressen auch, so muss der Klogang der Katze in Ruhe erfolgen. Lasse sie also in Ruhe, wenn sie sich auf ihr Örtchen zurückzieht. Denn Störungen beim Toilettengang können ebenfalls zu Stress bei deiner Katze führen.

5) Die Katze tut, was immer sie tut

Manchmal tun Katzen scheinbar – nichts. Sie sitzen einfach herum, gucken oder beobachten ihre Umgebung. Gönne ihr dieses Nichtstun! Deine Katze wird sich schon bemerkbar machen, sobald sie deine Nähe, Streichel- oder Spieleinheiten oder ihr Futter haben möchte. Nicht umsonst haben die Katzen das Miauen extra für uns Menschen erfunden, denn das Miauen löst den Reflex in uns aus, dass wir uns sogleich um die Mieze kümmern möchten. Ganz schön raffiniert! Katzen gehen zwar gern ihre eigenen Wege, sind aber dennoch sehr soziale Wesen mit Wunsch nach Zuneigung und Nähe. Natürlich ist jede Katze hierbei einzigartig und hat ihre individuellen Vorlieben. Gerade das ist das Besondere an Katzen, und das Zusammenleben mit ihnen birgt immer wieder Überraschungen.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.