Die Britisch Kurzhaar-Katzen sind sehr hübsche Tiere. Vor allem die blauen Katzen sind beliebt. Ihr plüschiges Fell und ihr Teddybär-ähnliches Aussehen laden zum Kuscheln regelrecht ein. Britisch Kurzhaar-Katzen sind sehr menschenbezogen, verschmust und einfach nur niedlich. Durch ihr gelassenes und entspanntes Auftreten bereichern sie jeden Haushalt.

Steckbrief

Ursprungsland: Großbritannien 
Gewicht: Katzen 4 bis 6 Kilogramm, Kater 7 bis 8 Kilogramm 
Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre 
Fell: kurz, flauschig, mit dichter Unterwolle, alle möglichen Farben 
Charakter: entspannt, gelassen, menschenbezogen, sanft, lieb, anhänglich, verschmust

Herkunft und Rassegeschichte

Eine der ersten Katzenrassen, die auf ein bestimmtes Aussehen und einen ganz speziellen Charakter gezüchtet wurde, ist die Britisch Kurzhaar-Katze. Seit 1871 ist diese Rasse unter dem Namen British Shorthair bekannt. Die Rasse kann viele verschiedene Farben aufweisen, die blaue British Blue oder auch als Kartäuser-Katze bekannte ist aber die beliebteste.

Die Bezeichnung Kartäuser-Katze ist allerdings heute nicht mehr ganz korrekt. Früher waren die Zuchtlinien der British Blue und der Kartäuser-Katze zwar identisch, allerdings wurden später zwei eigenständige Rassen daraus. Dabei wurde auf unterschiedliche Merkmale gezüchtet: So soll die Kartäuser-Katze schlank sein und einen schmalen Kopf mit sehr großen Augen besitzen. Die British Blue hingegen ist kompakter und der Kopf ist breiter, runder und relativ plüschig.

Aus der Britisch Kurzhaar wurden später noch zwei weitere Rassen abgetrennt, die American Shorthair und die Europäisch Kurzhaar.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Körperbau und Erscheinungsbild

Britisch Kurzhaar-Katzen sind mittelgroße bis große Tiere. Neben ihrem plüschigen Fell ist ein kompakter Körper ein Erkennungsmerkmal dieser Rasse. Außerdem hat die Britisch Kurzhaar einen breiten und runden Kopf, der sehr plüschig sein kann. Auch der Hals und die Brust dieser Tiere sind sehr kräftig. Die Ohren stehen sehr weit auseinander und sind relativ klein, die Nase soll kurz und breit sein. Die Beine der Katzen sind kurz und stämmig und besitzen kräftige Pfoten. Charakteristisch ist zudem der relativ kurze Schwanz.

Wesen und Charaktereigenschaften

Britisch Kurzhaar-Katzen sind sehr entspannte Katzen, die sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Sie sind weder hektisch, noch werden sie schnell nervös. Vielmehr sind die Katzen äußerst menschenbezogen und in ihrem ganzen Wesen einfach nur lieb und anhänglich. Besonders wohl fühlen sich die Tiere, wenn sie ein richtiges Familienmitglied werden und eine enge Bindung zu ihren Menschen aufbauen können. Schmusen und in der Nähe von Menschen sein ist für die Britisch Kurzhaar-Katzen das Schönste. Die Britisch Kurzhaar ist aber auch eine aktive Katze, die gerne draußen in der Natur ist und sich frei bewegt. Allerdings ist diese Rasse nicht sehr wählerisch und gibt sich auch mit Beschäftigungsmöglichkeiten in der Wohnung zufrieden, wenn ein Freigang nicht möglich ist. Mit anderen Haustieren verträgt sich diese Rassekatze auch aufgrund ihrer natürlichen Gelassenheit außerordentlich gut.

Fellfarbe und Fellpflege

Das Fell dieser Rasse ist kurz und fein und weist eine dichte Unterwolle auf. Dadurch ist es sehr plüschig und steht vom Körper ab. Die Farben sind sehr variabel, alle Fellfarben sind laut der Fédération Internationale Féline erlaubt. Je nachdem, welche Fellfarbe eine Katze hat, sind die Augen blau, gelb, grün, orange oder kupferfarben.

Das Fell einer Britisch Kurzhaar-Katze ist sehr pflegeleicht. Wenn ab und zu einmal gebürstet wird, reicht es der Katze vollkommen aus. Das Bürsten hilft der Katze dabei Dreck, Staub und Haarreste zu entfernen. Bei der Fellpflege kannst du sehr gut eine Beziehung zur Katze aufbauen, denn in der Regel lieben es die Tiere, gepflegt zu werden.

Haltung und Erziehung

Britisch Kurzhaar werden oft in der Wohnung gehalten, da sie keinen allzu großen Bewegungsdrang entwickeln und dieser auch auf kleineren Flächen gut befriedigt werden kann. Außerdem sind sie sehr genügsam und zeigen sich auch als reine Wohnungskatzen zufrieden. Wenn du dir eine solche Katze anschaffen möchtest, sollte dir aber bewusst sein, dass die Tiere sehr viel Nähe zum Menschen brauchen und nicht gerne allein gelassen werden. Wenn es die Möglichkeit gibt, freut sich natürlich jede Katze über einen Ausflug an die frische Luft. Dort kann sie sich frei bewegen, spielen und neue Eindrücke gewinnen.

Katzen zu erziehen ist nahezu unmöglich, denn die Tiere sind sehr eigensinnig und ordnen sich nicht gerne dem Menschen unter. Verhältnismäßig lässt sich die Britisch Kurzhaar-Katze leicht erziehen. Vorteilhaft ist es, wenn die Katze von klein auf gut sozialisiert wurde und gelernt hat, sich an andere Tiere und den Menschen anzupassen.

Ernährung und Gesundheit

Ernährung 

Britisch Kurzhaar-Katzen sind in der Regel keine wählerischen Katzen und fressen jede Art von Katzenfutter. Allerdings gibt es auch einige mäklige Exemplare, die nur ganz bestimmte Futtersorten fressen. Wenn du ein solches Tier zu Hause hast, solltest du einfach verschiedene Futtersorten testen um herauszufinden, welche der Katze wirklich schmeckt. Aber aufgepasst: Es kann sein, dass die Katze nach einigen Wochen wieder etwas Neues haben möchte, weil das alte Futter nicht mehr gut genug ist.

Rassetypische Krankheiten 

Wie bei vielen Rassekatzen gibt es auch bei der Britisch Kurzhaar-Katze viele Fälle von Inzucht. Diese kann zu Immunschwäche, einer verkürzten Lebenserwartung oder einer generellen Anfälligkeit für Krankheiten führen. Typisch für die Rasse ist insbesondere ein Gendefekt, der plötzlichen Herztod auslösen kann. Auch erblich bedingte Nierenerkrankungen (PKD) kommen bei dieser Rasse häufiger vor.

Hinweise zur Anschaffung

Britisch Kurzhaar-Katzen bekommst du entweder beim Züchter oder in Tierheimen und Tiernothilfen. Jede Variante hat ihre ganz eigenen Vorteile.

Wer ein kleines Katzenbaby von Beginn seines Lebens an begleiten will, ist beim Züchter wahrscheinlich an der besseren Adresse. Dort kannst du den Stammbaum einsehen und diesen auf mögliche Gendefekte und vererbbare Krankheiten überprüfen. Einige Zuchten sind durch starke Inzucht geprägt. Davon solltest du unbedingt Abstand nehmen, denn Inzucht-Katzen neigen viel stärker zu Krankheitsanfälligkeit und Immunschwäche.

Ein anderer Weg ist der ins Tierheim oder in die Tiernothilfe. Dort findest du auch immer wieder Rassekatzen. Der Vorteil hier ist ganz klar, dass du einem Tier, das in seinem Leben bisher noch nicht sehr viel Glück hatte, ein festes und schönes Zuhause mit Familienanschluss bieten kannst. Und was viele nicht wissen: Auch in Tierheimen oder -nothilfen gibt es viele Tiere aus seriösen Zuchten, die einen tollen Charakter haben und kerngesund sind.

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