Die anmutige Burma-Katze, die auch unter dem Namen Burmese bekannt ist, kommt aus dem ehemaligen Birma. Die Burma-Katze darf dabei aber nicht mit der Birmakatze verwechselt werden, denn diese stellt eine eigene Rasse dar. In ihrer Heimat gilt diese Rassekatze als Glücksbringer, denn sie ist eine heilige Tempelkatze. In alten burmesischen Schriften liest man, dass ein Blick aus den leuchtenden Augen der Burma-Katze alles Böse vertreibt.

Die Burma ist eine äußerst elegante, aktive und durchaus intelligente Katze. Sie besticht dabei durch eine große Portion Eigenwilligkeit. Im Zusammenleben mit Zweibeinern ist sie ein idealer Gefährte. Aufgrund der ausgeprägten Anhänglichkeit wird sie auch oft als „Menschenkatze“ betitelt. Sie lernt außergewöhnlich schnell, ist sehr anhänglich und fordert die Aufmerksamkeit ihrer Mitmenschen gerne ein. Bis ins hohe Alter ist sie verspielt, sehr verträglich und kommt auch mit anderen Haustieren super aus. Sie bleibt nicht gerne lange allein, deshalb wäre ein Spielgefährte wie eine weitere Katze oder auch ein Hund im Haus ideal.

Ihre Stimme ist auffällig, jedoch nicht so laut wie bei der verwandten Siamkatze. Sie ist aber durchaus „gesprächig“. Intelligent und neugierig bleibt die Burma-Katze ihrer Menschenfamilie ständig auf den Fersen. Sie hat dabei einen sanften Charakter und ist damit eine perfekte Familienkatze. Sie ist sehr zutraulich und mag es, Neues zu entdecken. Mit Trubel wie Kinderlärm kann sie gut umgehen und wird besonders oft zur besten Freundin der Menschenkinder.

Steckbrief

Ursprungsland: Myanmar, ehemals Burma 
Gewicht: Katzen 4- 5 kg, Kater bis zu 5 – 6 kg 
Lebenserwartung: bis zu 17 Jahren 
Fell: Kurzhaar, Varianten in Lilac, Blau, Creme, Blau-Tortie, Rot, Chocolate, Braun, Chocolate-Tortie und Braun-Tortie 
Charakter: verspielt, gesellig und anhänglich

Herkunft und Rassegeschichte

Die Burma-Katze ist nach dem früheren Birma, auf Englisch Burma, benannt. Heute ist das Myanmar. Schon bei den Mönchen der Tempel galt sie von jeher als Glücksbringer. Aufgrund der besonderen Fellfarbe nannte man sie dort auch „Kupferkatze“. Um das Jahr 1930 holte sich ein amerikanischer Arzt die braune Katze mit dem Namen „Wong Mau“ nach Hause und verpaarte sie mit einem Siamkater. Die Burma-Katze ist somit eine Variante der bekannten Siamkatze. Die Burmese stammt der Legende nach also aus Myanmar, wurde aber erst in Amerika als Rassekatze gezüchtet. Die verschiedenen Zuchtformen und Zucht-Standards der Burma-Katze weichen heutzutage in den verschiedenen Ländern erheblich voneinander ab. So kommt es vor, dass Organisationen einen vielfach ausgezeichneten Burmesen-Champion sogar nicht als Burma-Rassekatze anerkennen. In Deutschland begann die Züchtung im Jahre 1969; bis heute ist sie aber dennoch eine seltene Rassekatze geblieben.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Körperbau und Erscheinungsbild

Die Burma-Katze ist eine elegante, aber dennoch kräftige Katze. Die Beine sind schlank, mit kleinen und zierlichen Pfoten. Das Profil der außergewöhnlichen Katze ist deutlich geschwungen. Ihre gelben bis bernsteinfarbenen Augen haben etwas Magisches an sich. Sie hat leicht nach vorn gelehnte große Ohren und äußerst ausgeprägte Wangenknochen. Eine erwachsene Burma wiegt zwischen 4 und 6 kg und kann bis zu 100 cm lang werden. Ihre reine Schulterhöhe liegt bei ungefähr 40 cm. Sie ist damit eine kleine bis mittelgroße Rassekatze.

Wesen und Charaktereigenschaften

Aufgrund ihres starken Selbstbewusstseins wurden die Katzen im ehemaligen Burma mit dem Namen „Raja“ angesprochen. Dies ist die indische Anrede von Königen und Herrschern. Die Burma-Katze ist im Allgemeinen ein freundliches, menschenbezogenes und vor allem sanftes Wesen. Sie ist lieb im Umgang und sucht stets die Nähe ihrer Menschenfamilie. Zu ihren Zweibeinern kann sie eine ausgesprochen enge Bindung entwickeln, was sie zu einer sehr guten Familienkatze macht. Selbstverständlich sind auch bei ihr die Triebe des Beutefängers noch lebendig. Deshalb hat sie gute Reflexe und wache Sinne. Sie spielt sehr gerne und auch ausgiebig. Die Rassekatze bewegt sich auch gerne mal in der Natur, allerdings ist ihr Drang nach draußen nicht sonderlich stark entwickelt. Die Burmakatze „spricht“ gerne mit ihren Mitmenschen und folgt ihnen manchmal sogar wie ein kleines Hündchen.

Fellfarbe und Fellpflege

Das kurze Fell ist sehr fein und hat eine recht dünne Unterwolle. Die Ohren und Gesichtsmaske sowie Rücken und Beine sind etwas dunkler als Bauch, Hals und Brust. Das Fell der Burma-Katze zeichnet sich durch einzigartige Farbgenetik aus. Die vielfältigen Farbvarianten des Fells beinhalten seltene Sonderfarben wie Lilac, Blau oder Chocolate. Auch Tortie Varianten sind möglich. Das Fell am Bauch der Rassekatze ist etwas heller als an ihrem Rücken, Gesicht und Ohren. Die Fellpflege ist unkompliziert, da sich das kurze glatte Fell nicht verknotet. Ein Bürsten zur Erhaltung des Fellglanzes ist aber empfehlenswert.

Haltung und Erziehung

Diese Katzenrasse ist gerne aktiv und ständig in Bewegung. Deshalb braucht sie recht viel Platz und ist für eine kleine Wohnung eher ungeeignet. Ihr sollte wenigstens ein abgesicherter Balkon oder idealerweise ein großes Gehege zur Verfügung stehen. Dabei muss die Burma-Katze aber kein Freigänger sein, um sich wohl zu fühlen. Falls sie keinen Auslauf im Freien bekommen kann, sollten Besitzer sie ausreichend beschäftigen. Dies kann durch Spielen, verschiedenste Klettermöglichkeiten oder einem weiteren vierbeinigen Gefährten geschehen. Sie braucht aber in jeden Fall die enge Beziehung zu all ihren Familienmitgliedern. Denn sie liebt das gemeinsame Leben mit ihren Menschen und tierischen Freunden. Die Katzenrasse lässt sich schnell und gut erziehen. Wenn die Burma-Katze von einem seriösen Züchter abstammt, der die Kitten gut sozialisiert hat, sollte sie sich eigentlich von selber an Regeln und Gewohnheiten der neuen Familie anpassen.

Ernährung und Gesundheit

Ernährung 

Die Burmakatze ist sehr bewegungsfreudig und verbringt ihre Zeit am liebsten mit Spielen und Neuerkundungen. Um den Anforderungen dieser aktiven Katzenrasse gerecht zu werden, ist eine energiereiche Fütterung notwendig. Da manche Exemplare dieser Rasse dazu neigen, an Diabetes zu erkranken, ist eine gesunde Zusammenstellung des Futters umso wichtiger. Vermeide Übergewicht des Tieres und verzichte auf künstliche Zusatzstoffe, vor allem Zucker, in der Katzennahrung.

Rassetypische Krankheiten 

Die Burmesen haben von allen Katzenrassen eine der höchsten Lebenserwartungen. Es gibt dennoch wenige erblich bedingte Katzenerkrankungen, die gelegentlich auftreten können. Es lassen sich Erkrankungen des Innenohrs wie das Kongenitale Vestibularsyndrom beobachten. Dies kann bei betroffenen Katzen zu Gleichgewichtsstörungen und Taubheit führen. Bei älteren Katzen tritt oftmals eine Nierenentzündung auf. 

Hinweise zur Anschaffung

Bei der Anschaffung sollte bereits beim Züchter darauf geachtet werden, dass die Elterntiere und auch die Kitten in gepflegten Verhältnissen aufwachsen. Besonders auf die enge soziale Anbindung an die Menschen solltest du Wert legen. Auch kannst du in Tierheimen schauen, ob nicht eine liebe Burma-Katze einen neuen Besitzer sucht.

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