Der Sommer 2018 geht in die Geschichte ein als einer der längsten und heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Menschen und auch Tiere, die zu wenig trinken, zeigen bald deutliche Anzeichen von Dehydrierung. Die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit ist nicht nur während der Hitzeperioden sehr wichtig für die Gesunderhaltung.

Bereitstellen von frischem Wasser

Tiere trinken unterschiedlich viel und oft, je nach Tierart, Alter und Gesundheitszustand. Tierhalter müssen gewährleisten, dass ihr Liebling stets Zugang zu frischem Wasser hat. Unterversorgung mit Flüssigkeit zu erkennen ist wichtig, um rechtzeitig gesundheitlichen Problemen vorzubeugen.

Dies sind fünf Beispiele für Symptome von Dehydrierung und Tipps, dem Tier zu helfen:

1. Hunde

Symptome: Eingesunkene Augen, dunkler Urin, Lethargie, trockener Mund, Appetitverlust, dicker Speichel, Verlust der Hautelastizität, Depressionen, Hecheln.

Tipps: Stelle ausreichend mit Wasser gefüllte Schalen in Haus und Garten auf. Für unterwegs gibt es praktische Wasserflaschen mit integriertem Schälchen zum Wasser schlabbern. Der Hund braucht immer kühle Schattenplätze oder Fliesen, wo er sich hinlegen kann. Er darf nicht im heißen Auto zurück gelassen werden, was leider immer wieder vorkommt.

2. Katzen

Symptome: Keuchen, Lethargie, eingefallene Augen, Verlust der Hautelastizität, erhöhte Herzfrequenz, trockener Mund, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schlappheit.

Tipps: Stelle am besten mehrere Schälchen mit Wasser verteilt im Haus auf. Fülle auch Schalen im Garten mit Wasse. Auch andere Gartentiere freuen sich darüber. Katzen mögen oft kein Leitungswasser, da es oft zu viele Zusätze enthält. Du kannst das Leitungswasser abkochen oder filtern. Ein Trinkbrunnen in der Wohnung kann die Katze animieren, mehr Wasser zu trinken.

3. Vögel

Symptome: Eingesunkene oder stumpfe Augen, klebriger oder trockener Mund, trockener Kot, Verstopfung, Lethargie, Schwäche.

Tipps: Vögel saugen das Wasser nicht wie andere Tiere auf, sondern schöpfen es mit ihrem Schnabel. Der Wasserbedarf eines Vogels hängt von seiner Herkunft, Alter, Haltung und Ernährung ab. Mit Obst, Salat und Gemüse kann der Vogel einen Großteil seines Flüssigkeitsbedarfs abdecken, der bei Hitze allerdings ansteigt. Der Wasserbedarf kann täglich schwanken. Beobachte dies an heißen Tagen besonders und achte auf Zugang zu ausreichend frischem Wasser.

4. Kleintiere

Symptome: Stumpfes Fell, eingefallene Flanken, Lethargie, Appetitlosigkeit, Verlust der Hautelastizität, schnelle Atmung.

Tipps: Kleintiere wie Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen & Co. sind besonders hitzeempfindlich. Ihre Behausung darf keinesfalls in praller Sonne stehen. Ihren Flüssigkeitsbedarf decken sie zum einen über Obst, Gemüse und Salat. Wasser nehmen sie am besten über spezielle Kleintiertränken auf. Offene Näpfchen verschmutzen zu schnell. Kleintiere mögen oft kein Leitungswasser. Sie bevorzugen abgekochtes oder gefiltertes Wasser. Statt Wasser kannst du ihnen zwischendurch auch ungesüßten Tee anbieten, z.B. Kamille. Es gibt sogar inzwischen speziellen Nager-Tee.

5. Reptilien

Symptome: Faltige, unelastische und schuppende Haut, eingesunkene Augen, Lethargie, Verwirrtheit, Appetitlosigkeit.

Tipps: Reptilien werden generell oft viel zu trocken gehalten. In jedem Terrarium brauchen sie spezielle feuchte Bereiche. Du kannst eine Badeschale oder eine Box aufstellen und sie mit feuchtem Material (z.B. Moos) füllen. Manche Reptilienarten, wie z.B. Schlangen, nehmen Wasser auch über die Haut auf. Zusätzlich kannst du morgens und abends Wasser ins Terrarium sprühen oder etwas Heu in die Wasserschale legen. So können sogar trinkfaule Tiere zum Trinken motivieren werden. Bäder in lauwarmem Wasser versorgen zusätzlich mit Flüssigkeit. Manche Reptilien mögen kein Leitungswasser aufgrund des zu hohen Chlorgehaltes. Abgekochtes oder gefiltertes Wasser kann Abhilfe schaffen.
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Fazit: Mithilfe dieser Tipps kannst du Dehydrierung deines Haustieres vermeiden. Die meisten Tiere werden zwar rechtzeitig für sich sorgen, sobald sie großen Durst verspüren. Das setzt voraus, dass sie immer Zugang zu frischem Wasser haben. Dennoch kann es Umstände geben, in denen die Tiere dehydriert sind und umgehend Hilfe benötigen. Im Notfall hole bitte den Tierarzt, der entsprechende Maßnahmen ergreift.

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