Der Hund ist ein wahrhaft gelungenes Resultat der Evolution. Die erfolgreiche Geschichte des Hundes zieht sich durch alle Zeiten und Kulturen. Allem Anschein nach stammt der Hund vom Grauwolf ab, und vor ungefähr 15.000 Jahren begann die Beziehung zwischen Mensch und Wolf.

Ursprung: Der Grauwolf gilt als Urahne des Hundes

Der wissenschaftliche Name des Wolfes lautet Canis Lupus, der des Hundes Canis Lupus familiaris. Beim Grauwolf handelt es sich um ein schlaues, flexibles und durchaus robustes Raubtier. Vor rund 1.000.000 Jahren begann der in Rudeln lebende Wolf von Eurasien aus die ganze Welt zu erobern. Der graue Wolf ist ein Überlebenskünstler. Dank der Riechschleimhaut besitzt der Wolf eine äußerst feine Nase, der perfekte Geruchsinn macht ihn zu einem genialen Beutegreifer. Innerhalb des Wolfsrudels herrschen Toleranz und eine klare Rangordnung, denn die Kooperation innerhalb einer kleinen Gruppe ist überlebensnotwendig. Auf den Menschen traf dieses äußerst soziale Tier erstmals vor rund 45.000 Jahren.

Der Wolf und seine erste Annäherung zum Menschen

Die Geschichte des Hundes beginnt mit der wechselseitigen Annäherung von Wolf und Mensch. Wie der Mensch, jagte auch der Wolf vornehmlich Großwild. So betrachtet hatten beide denselben Beutetyp im Visier. In Zeiten der Not machte der Wolf den entscheidenden ersten Schritt Richtung Mensch. Der blanke Hunger trieb den Grauwolf in die Nähe der Lebensmittelreste des zweibeinigen Jägers. Die Zähmung des wilden Tieres mag zufällig passiert sein; sie erfolgte noch vor der Zeit, als der Mensch sesshaft wurde. Das Interesse zwischen dem Zweibeiner und dem vierbeinigen Beutegreifer wuchs, und im Laufe der Zeit gingen beide behutsam eine Zweckverbindung ein. Allmählich wurde der Grauwolf zum sogenannten Lagerwolf bzw. zum Hauswolf. Beide Lebewesen profitierten damals, bedingt durch die Funktionen, die das ursprünglich wild lebende Tier auszuüben pflegte. Der genaue Zeitpunkt der Domestikation ist nicht eindeutig geklärt. Laut Experten geschah dieser für den Menschen so einschneidende Prozess in einem Zeithorizont zwischen 100.000 und 15.000 Jahren.

Die Entwicklung erster Funktionen und Rassen

Wie so oft verbindet das Gemeinsame. Der Wolf ist ein Spitzenprädator und steht in der Nahrungskette ganz oben. Weder Mammuts noch Moschusochsen und wehrhafte Bisons waren vor ihm sicher. Der sogenannte Lagerwolf diente dem Menschen von Beginn an als Frühwarnsystem. Seine effektive Waffe ist die Gemeinschaft. Als Hauswolf warnte er die menschliche Gemeinschaft vor drohender Gefahr von außen. Das Sozialverhalten war beim Menschen und beim Beutegreifer auf ganz ähnliche Art stark ausgeprägt. Der Lagerwolf war ein ausgezeichneter Teamplayer innerhalb kleiner Gruppen. Der Zusammenhalt ist beim Wolf in freier Wildbahn fürs Überleben essenziell und so herrscht innerhalb von Kleingruppen so gut wie keine Aggression. Für die Entwicklung der ersten Funktionen und der Rassen ist dies ein entscheidender Faktor.

Was macht die besondere und einzigartige Bindung zwischen Mensch und Hund aus?

Du als Tierhalter verstehst deine Fellnase ebenso gut wie irgendeinen anderen Mitmenschen. Und dies, ohne dass dein Hund dir mit Worten antwortet. Die Bindung zwischen dir und deinem Tier ist ein wahrhaft gelungenes Produkt der Evolutionsgeschichte. Denn im Laufe der Jahrtausende gewann der domestizierte Wolf den Status eines Familienmitgliedes. Etliche Quellen berichten von dieser genialen Entwicklung, die das Band zwischen den Vierbeinern und Menschen aufzeigen. Beobachte deinen Hund und versuche, ihn zu verstehen. Kurze Hundenamen und kurze Befehle sind für die Festigung der emotionalen Bindung zwischen euch beiden von großem Vorteil. 

Der Hund früher und heute

In den letzten hundert Jahren hat sich die Geschichte des Hundes stark gewandelt. Der Hund hat sich von einem Hofhund, einem Bewacher und einem Schutzhund zu einem Lebenspartner entwickelt. Du als Hundebesitzer siehst deine Fellnase vielleicht als besten Freund und treuen Weggefährten. Der Hund von heute ist oftmals ein Spielpartner, ein Prestigeobjekt, ein Partner oder auch ein Kindersatz. Die Dienste des Hundes für den Menschen gehen vom Wach- und Drogenhund, Rettungs- und Lawinenhund, Sprengstoffhund, Blindenhund, Schlittenhund weit darüber hinaus. Dementsprechend haben sich bis heute rund 340 anerkannte Hunderassen entwickelt.

Und der Wolf?

Der Wolf hat ebenfalls bis heute überlebt und wird heute entweder romantisierend oder problematisch gesehen. Aktuell bereitet er sich in Europa und auch in Deutschland wieder vermehrt aus, und es entstehen neue Rudel. An ihm scheiden sich die Geister, was regelmäßig in den Medien zu verfolgen ist.

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