Wer in den Urlaub fährt, möchte seinen vierbeinigen Freund womöglich gern mitnehmen. Gerade wer seinen Hund mit ins Ausland nehmen möchte, sollte sich vor Reisebeginn gut mit den Einreisebestimmungen für Hunde des jeweiligen Landes auseinandersetzen, damit es keine Probleme gibt. Welche Einreisebestimmungen für Hunde musst du für welches Land beachten?

Frankreich

Du musst bei der Einreise den gültigen EU-Heimtierausweis deines Hundes mitnehmen. Zudem muss der Hund gechippt bzw. tätowiert und registriert sein. Eine gültige und dokumentierte Tollwutimpfung ist Pflicht, auch für Welpen, die nicht vor der 15. Lebenswoche einreisen dürfen. Auch in Frankreich gibt es Hunde, die als gefährlich eingestuft werden und die entsprechend nicht einreisen dürfen, vor allem wenn sie keinen Stammbaum haben. Es wird dort nach Kategorie 1 und 2 unterschieden. Beispielsweise gehören Pitbulls und Mastiffs zu Kategorie 1, die gar nicht einreisen dürfen. Erkundige dich ggf. vorher beim Auswärtigen Amt genau, falls du einen so genannten gefährlichen Hund besitzt, ob dieser einreisen darf. Wenn du in Frankreich mit deinem Hund unterwegs bist, musst du ihn mit Maulkorb an der Leine führen, und zu öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln hat er keinen Zutritt.

Dänemark

Wenn du deinen Hund mit nach Dänemark in den Urlaub nehmen möchtest, muss er gegen Tollwut geimpft, gechippt bzw. tätowiert und registriert sein. Für einige Hunderassen, wie z.B. Pitbull, American Staffordshire oder Amerikanische Billdogge, Kangal sowie Kreuzungen daraus ist die Einreise generell verboten. Als Halter musst du die Rasse sowie das Anschaffungsdatum deines Hundes belegen können. Wenn du mit deinem Hund in diesem Land unterwegs bist, muss er einen Maulkorb tragen und an einer max. zwei Meter langen Leine geführt werden. Dänemark hat schöne Strände, an denen du deinen Hund toben lassen darfst. Diese Strände sind extra ausgewiesen, und von Oktober bis März darf der Hund dort ohne Leine spielen. Allerdings musst du deinen Hund jederzeit abrufen und kontrollieren können, und er darf andere Urlauber nicht stören. Diese Regeln gelten auch für die vielen speziellen Hundewälder, die es in Dänemark gibt. Erkundige dich vor der Einreise zur Sicherheit nach weiteren Bedingungen, die du beachten solltest.

Belgien, Italien, Österreich, Portugal, Niederlande

Für Belgien, Italien, Österreich, Portugal und den Niederlanden gelten grundsätzlich die gleichen Einreisebedingungen für Hunde wie für Frankreich. Allerdings gibt es in diesen Ländern keine Rassebeschränkungen, so dass du mit jeder Hunderasse einreisen darfst.

England

Für die Einreise nach England gelten ebenfalls die gleichen Einreisebestimmungen wie in Frankreich. Zusätzlich benötigt der Hund eine tierärztlich dokumentierte Bandwurmbehandlung, die max. fünf Tage vor Einreise erfolgt sein muss. Pitbulls und einige weitere Hunderassen dürfen nicht einreisen. Bitte beachte, dass sich durch den Brexit die Einreisebestimmungen für Hunde nochmals ändern können.

Spanien

Für Spanien gelten wiederum die gleichen Regeln wie für Frankreich. Das Mitreisen gefährlicher Rassen wird in Spanien auf Gemeindeebene geregelt, so dass du dies mit der jeweiligen Gemeinde deines Urlaubsziels klären musst.

Schweiz

Auch für die Schweiz kannst du Frankreich als Referenz nehmen. Es dürfen zudem alle Hunderassen einreisen. Welpen, die jünger als 12 Wochen sind, dürfen auch ohne Impfungen reinreisen, sofern die Mutter sie begleitet. Falls dein Hund koupiert ist, musst du dies bei der Einreise beim Zoll angeben und eine Kaution zahlen, die du bei Ausreise wieder zurückbekommst.

Fazit

Es gibt immer wieder Änderungen und Neuregelungen hinsichtlich gültiger Einreisebestimmungen für Hunde. Bitte erkundige dich daher vor jeder Reise beim Auswärtigen Amt über die jeweiligen aktuellen Bedingungen, damit du und dein Hund nicht vorab in Stress geratet und den Urlaub in vollen Zügen genießen könnt.

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