Wir leben in einer hoch technisierten Welt mit nahezu dauernder Erreichbarkeit. Die drahtlose Kommunikation wird durch eine große Anzahl an Sendestationen und Funkmasten ermöglicht, deren Strahlungen Tag und Nacht auf den Organismus von Mensch und Tier einwirken. Doch wie wirkt sich Elektrosmog, insbesondere durch die allgegenwärtigen Smartphones, auf unsere Haustiere aus? Ist Elektrosmog eine Gefahr für Haustiere?

Smartphones überall

Es gibt kaum noch jemanden, der kein Smartphone hat und dieses nicht mehr oder weniger ständig nutzt. Selbst in Gegenwart der Tiere legen viele das Smartphone kaum noch aus der Hand. Es ist ständiger Begleiter beim Gassigehen, beim Spielen mit dem Hund, und es liegt eingeschaltet neben dem Bett, in dem auch die Katze schläft. Empfindliche Menschen spüren Mobilfunkstrahlen und können diese oftmals kaum aushalten: Sie reagieren mit Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder weiteren unklaren körperlichen Symptomen.

Hohe Strahlenbelastung

Die Sinne unserer Haustiere sind von Natur aus um ein vielfaches schärfer und feiner als die unseren. Dementsprechend sind sie noch anfälliger für Elektrosmog. Neben den sich im Haushalt befindenden Smartphones kommt die Belastung durch weitere kabellose elektronische Geräte, Dachantennen, Stromkästen, Oberleitungen und Mobilfunkmasten und bald das umstrittene 5G hinzu. Zudem kann sich je nach Bauweise des Hauses, in dem das Tier lebt, die Strahlung durch die Verwendung von Stahlbeton noch wesentlich verstärken. Dies betrifft besonders Tiere, die das Haus nicht verlassen können, wie Ziervögel oder Kleintierarten.

Tiere sind Elektrosmog ungeschützt ausgesetzt

Was bedeutet das für die Haustiere? Sie sind Tag und Nacht ungeschützt dem Elektrosmog ausgesetzt und können dadurch eine Vielzahl an Symptomen sowohl auf feinstofflicher als auch auf körperlicher Ebene entwickeln.

Im feinstofflichen Bereich können Angst- oder Unruhezustände auftreten, was früher oder später mit Verhaltensänderungen des Tieres einhergeht. Auf körperlicher Ebene kann es u.a. zu Müdigkeit und Schlafstörungen, diffusen Schmerzen oder Entzündungen von Organen, Störungen des Bewegungsapparates und Hormonhaushaltes, sowie Haut,- Herz- und Schilddrüsenproblemen kommen. Viele dieser Symptome lassen sich zunächst nicht auf eine Belastung durch Elektrosmog zurückführen, so dass Tierärzte zunächst im Dunkeln tappen.

Lösungen finden

Was kannst du tun, um dich und dein Tier vor Elektrosmog zu schützen? Auf das meiste haben wir ja schließlich keinen Einfluss, denn wir können kaum den nächsten Sende- oder Strommast vor unserem Haus absägen oder alle Geräte abschaffen. Dennoch gibt es ein paar Kleinigkeiten im Alltag, mit denen du dich und dein Tier schützen kannst: Gehe in erster Linie bewusst mit deinem Smartphone um. Mal abgesehen davon, dass es im täglichen Miteinander nicht gerade förderlich oder höflich ist, ständig auf sein Handy zu starren, belasten die Strahlen den Organismus. Also:

  • Schalte das Smartphone ab, wenn du es nicht brauchst.
  • Lege es aus der Hand, wenn du dich mit deinem Tier beschäftigst.
  • Trage das Handy möglichst nicht direkt am Körper, z.B. in der Hosen- oder Brusttasche.
  • Stelle dir morgens einen herkömmlichen Wecker, so dass du dein Smartphone nachts ausschalten kannst.

Sobald du die ständige Erreichbarkeit über dein Handy einschränkst, wirst du dich viel entspannter fühlen, was auch deinem Tier zu Gute kommt. Du wirst weniger gestresst sein und kannst deine volle Aufmerksamkeit wieder deinem Tier widmen. Hund und Katze werden es dir danken mit mehr Zuwendung und Achtsamkeit. Denn Tiere spüren, wenn du innerlich mit etwas anderem beschäftigt bist, was sich äußerlich als Rumtippen auf dem Handy ausdrückt. Probiere es direkt einmal aus und genieße die gewonnene Zeit!

Es gibt zudem Möglichkeiten, die Elektrosmog-Belastung in deinem Zuhause zu messen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um die Stahlenbelastung zu mindern. In Suchmaschinen lassen sich dazu einige Produkte finden, die du ausprobieren kannst.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.