Unter dem Begriff “Gebrauchshunde” werden all jene Hunderassen zusammengefasst, die für ganz bestimmte Tätigkeiten eingesetzt werden. Wegen ihrer besonderen Fähigkeiten und ausgeprägten Talente bringen sie einen großen Nutzen mit sich. Die Tiere zählen zu den sogenannten Arbeitshunden und wollen beschäftigt und gefordert werden. Sie werden grundsätzlich dann als Gebrauchshunde bezeichnet, wenn sie eine entsprechend Prüfung, die sogenannte Gebrauchshundeprüfung, abgelegt haben.

Welche Hunderassen fallen unter den Begriff der Gebrauchshunde?

Die Gebrauchshunderassen werden international von der FCI festgelegt. Die drei Untergruppen, die häufig als Gebrauchshunde eingesetzt werden, lauten:

  • Pinscher und Schnauzer
  • Treib- und Hütehunde
  • Terrier

Diesen drei Gruppen werden eine ganze Menge verschiedener Rassen zugeordnet. Die häufigsten und wohl bekanntesten Gebrauchshunderassen sind:

  • Bernhardiner
  • Deutscher Schäferhund
  • Rottweiler
  • Beauceron
  • Collie
  • Riesenschnauzer
  • Airedale Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Deutscher Boxer

Darüber hinaus gibt es jedoch noch viele weitere Rassen, die sich ideal für die Ablegung der Gebrauchshundeprüfung eignen und somit verantwortungsvolle und wichtige Aufgaben in verschiedenen Bereichen übernehmen können. Kein anderes Lebewesen ist für die Übernahme der durch Gebrauchshunde ausgeführten Tätigkeiten besser geeignet als diese Hundearten.

Was zeichnet Gebrauchshunde aus?

Alle Gebrauchshunde verfügen über viel Energie und einen stark ausgeprägten Lernwillen. Sie gelten als äußerst intelligent und besitzen einen guten Grundgehorsam, der für die intensive und durchaus anspruchsvolle Ausbildung zu wichtigen Arbeitstieren von enormer Bedeutung ist. Des Weiteren bringen Gebrauchshunde bestimmte körperliche und charakterliche Eigenschaften mit, die für die Übernahme ihrer Aufgaben notwendig sind. Sie können somit auf ganz unterschiedliche Weisen eingesetzt werden. So finden sie häufig Beschäftigung als spezialisierte Spür- und Suchhunde bei der Polizei oder dem Zoll, als Rettungshunde auf Rettungswachen oder auch als Hüte- und Treibhunde auf großen Höfen und Weiden. Zudem eignen sich einige Tiere besonders gut als Helfer bei der Jagd oder bei der Suche nach vermissten oder verschollenen Personen. Sie haben große Freude an ihre Tätigkeit und möchten “gebraucht” werden.

Welche Bedürfnisse besitzen die Vierbeiner?

Da es sich bei Gebrauchshunden grundsätzlich um sehr aktive und schlaue Wesen handelt, brauchen sie in jedem Falle artgerechte Beschäftigung und eine ganze Menge Auslauf. Die Vierbeiner wollen ihre Fähigkeiten und ihr Können sinnvoll zum Einsatz bringen und immer wieder unter Beweis stellen. Dies liegt bereits in ihrer Natur. Langeweile und Unterforderung führen schnell dazu, dass die Hunde sich unwohl fühlen und unschöne Angewohnheiten und Verhaltensmuster entwickeln. Die Hunde brauchen stets neue Herausforderungen und wollen neue Dinge erlernen. Ihr Verstand und ihre Lernbereitschaft sind beeindruckend und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Ähnlich wie ein Mensch, der täglich seiner Berufung nachgeht, möchte auch ein Gebrauchshund täglich mehrere Stunden lang gefordert werden und eine Aufgabe bekommen. Daher müssen Hundehalter viel Zeit und Engagement mitbringen, um einem solchen Tier gerecht zu werden.

Für wen eignen sich Gebrauchshunde und was ist bei ihrer Haltung zu beachten?

Ein Treib- oder Hütehund fühlt sich beispielsweise entsprechend gefordert, wenn er eine Herde Schafe o.ä. hüten darf. Hunderassen, die für die Rettung von Menschen oder auch für das Aufspüren diverser Dinge besonders qualifiziert sind, sollten möglichst an Hundeführer oder beruflich abgestimmte Halter vermittelt werden. Zwar eignen sie sich gut als Familienhunde und sind treue Begleiter, auch im Umgang mit Kindern, jedoch brauchen sie unbedingt eine zu ihnen passende Aufgabe. Die wichtigste Voraussetzung für die Haltung eines solchen Hundes ist viel Zeit, Wissen und viel Beschäftigung. Die Hunde müssen täglich trainiert und über einen längeren Zeitraum hinweg ausgebildet werden. Dem Hundehalter muss bewusst sein, wie viel Zeit, Geduld und Mühe dies in Anspruch nehmen kann und wird. Gebrauchshunde sind definitiv keine Vierbeiner für jedermann.

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