Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Wir bewundern sie für ihre Eleganz und ihre Kraft. Wir lieben sie für ihren eigenwilligen und doch zuckersüßen Charakter, für ihre verspielte Art und für die vielen Schmuse-Momente, die sie uns schenken. In diesem Beitrag wollen wir uns intensiver mit den Tatzen der Katzen, den Katzenpfoten, beschäftigen. Katzenpfoten sind samtig-weich und laden förmlich dazu ein, bekuschelt zu werden. Zudem sind sie wahre Wunder der Natur und die Grundlage für alle Bewegungen der Katze. Aber sie können noch viel mehr.

Anatomie der Katzenpfoten

Die Pfoten der Katze besitzen vorne fünf Zehen. Vier davon befinden sich direkt an der Pfote, die fünfte ist der Daumen (Afterkralle) und sitzt etwas weiter oben, wo sie den Boden nicht berührt. Diese fünfte Zehe ist rudimentär, das heißt, dass sie ein Überbleibsel der Evolution ist und heute in der Regel keine wichtige Funktion mehr erfüllt. Die Vorderpfoten weisen fünf Fußballen auf. Die Hinterpfoten einer Katze besitzen nur vier große Zehen und damit auch nur vier Fußballen. Die Pfoten der Katze bestehen aus 27 Knochen. Davon bilden sieben Vorderfußwurzelknochen das Fußgelenk, welches sehr beweglich und drehbar ist. Fünf Vordermittelfußknochen und fünf Zehenknochen schließen sich daran an. 

Die Ballen: Stoßdämpfer der Katze

Die Fußballen sind für die Katze eine Art Stoßdämpfer bei Sprüngen oder Stürzen. Außerdem geben sie dem Tier guten Halt auf dem Boden, sodass es schnell die Richtung wechseln oder bremsen kann. Durch die dicke Haut an den Ballen ist die Katze optimal vor Dornen, Steinen oder Splittern geschützt. Wie groß die Fußballen sind und welche Farbe sie haben, ist von der jeweiligen Rasse abhängig. Wenn eine Katze läuft, setzt sie nur ihre Zehen und nicht die gesamte Pfote auf. Deshalb werden die Tiere auch als Zehengänger bezeichnet. 

Funktion der Pfoten

Katzenpfoten sind viel mehr als reine Fortbewegungsmittel. Eine Katze benötigt ihre Pfoten vorrangig zum Klettern, Laufen und Springen. Die Pfoten müssen diesen Belastungen gut standhalten und zugleich der Katze eine große Bewegungsfreiheit geben. Aber nicht nur zur Fortbewegung werden die Pfoten benötigt. Katzen sind sehr reinliche Tiere, die viel Zeit in die eigene Körperpflege investieren. Die Pfoten dienen dabei quasi als „Waschlappen“, denn sie werden mit Speichel befeuchtet und dann über das Fell gestrichen. Außerdem braucht die Katze ihre Pfoten auch für die Jagd von Beutetieren oder für Kämpfe mit anderen Katzen. Die empfindlichen Katzenpfoten sind auch für die Temperaturregelung und für das Wahrnehmen von Vibrationen, Schmerz und anderen Reizen zuständig. 

Pflege der Katzenpfoten

Gesunde Katzen pflegen ihren Körper und damit auch die Pfoten in der Regel selbst. In einigen Fällen kann es aber notwendig sein, dass der Mensch das Tier dabei unterstützt. Wichtig ist dabei immer, dass du als Halter sehr behutsam und vorsichtig mit der Katzenpfote umgehst, denn sie sind sehr empfindlich.

Katzen haben lange Krallen; werden diese aber zu lang, kann es zu Schmerzen beim Laufen und gegebenenfalls auch zu Folgeerkrankungen kommen. Deshalb solltest du deiner Katze immer eine Kratzmöglichkeit zur Verfügung stellen. Freigänger finden draußen genügend Bäume und andere harte Gegenstände, um ihre Krallen zu wetzen. Außerdem werden die Krallen auch durch die Bewegung auf verschiedenen Untergründen ganz natürlich abgenutzt. Für Wohnungskatzen solltest du Kratzbäume oder andere Möglichkeiten bereitstellen.

Sollte deine Katze dennoch zu lange Krallen haben, kannst du diese mit einer speziellen Feile oder einer Zange stutzen. Dass die Krallen zu lang sind, merkst du daran, dass die Pfote auf harten Untergründen klackert oder sie öfter damit an weichen Teppichen hängenbleibt. Beim Stutzen der Krallen ist größte Vorsicht geboten, damit nicht die durchbluteten Teile der Katzenpfote verletzt werden. Am besten solltest du beim Schneiden eine starke Lampe haben, die die Adern der Katze sichtbar macht. Um ganz sicher zu gehen und selbst keine Minuspunkte bei deiner Katze zu machen, lasse die Krallen am besten von einem fachkundigen Tierarzt prüfen und kürzen.

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