Kaum eine andere Diagnose schockt und ist so sehr mit Angst besetzt wie Krebs. Beim Menschen zählt Krebs vor Herz-Kreislauferkrankungen zur zweithäufigsten Todesursache. Bei Haustieren hat die Zahl von Krebserkrankungen in den letzten Jahren zugenommen.

Krebsrisiko bei Haustieren

Tiere sind – noch mehr als wir – schutzlos Umwelteinflüssen ausgesetzt, wie z.B. schlechter Luftqualität oder minderwertiger Nahrung. Zudem werden Tiere aufgrund immer besserer Pflege, Ernährung und medizinischer Versorgung immer älter, und das Krebsrisiko steigt mit dem Alter. Der Vorteil ist, dass Krebs heute leichter diagnostiziert werden und dem Tier schneller geholfen werden kann.

Eine repräsentative Untersuchung an Hunden und Katzen zeigte jährlich unter 100.000 Tieren über 1000 Tumorfälle bei Hunden, aber nur knapp 200 bei Katzen.

Hunde und Katzen erkranken am häufigsten an Hauttumoren, abhängig von Geschlecht und Rasse. Hellhäutige oder -haarige Tiere neigen zu Hautkrebs, der durch UV-Strahlen ausgelöst wird.

Krebs vorbeugen

Als Tierhalter gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, das tierische Immunsystem zu stärken und das Krebsrisiko bei seinem Liebling einzudämmen.

An erster Stelle bei jeder Tierart steht artgerechte Haltung mit ausreichend frischer Luft, Bewegung und guter Ernährung. Wir werden immer dicker – und unsere Haustiere leider auch. Inzwischen hat fast die Hälfte aller Haustiere Übergewicht, sei es Hund, Katze, Kaninchen oder Hamster. Manche Tierarztpraxen bieten besondere Sprechstunden für übergewichtige Tiere an. Übergewicht ist ein Krebsrisiko und kann durch individuelle Ernährung und Bewegung gar nicht erst entstehen. Es ist absolut lohnenswert, sich mit gutem Tierfutter zu beschäftigen: Hochwertige Inhaltsstoffe und ausgewogene Kombinationen der Zusammensetzung des Futters sind enorm wichtig.

Auch Stress spielt im Zusammenhang mit Krebs eine Rolle, bei Mensch und Tier gleichermaßen. Je ausgeglichener und harmonischer die menschliche Bezugsperson und das familiäre Umfeld sind, desto gesünder und vitaler ist das Tier. Tiere spüren unsere Sorgen, Nöte und Ängste, und oft stehen die Krankheiten von Mensch und Tier im Zusammenhang. Niemand darf und soll sich deswegen schuldig fühlen, was leicht geschieht, wenn der vierbeinige Liebling erkrankt. Hilfreicher ist es, sich dieser Zusammenhänge einfach bewusst zu sein.

Krebs erkennen

Wer sein Tier aufmerksam beobachtet, wird schnell Veränderungen bei ihm feststellen können. Nicht jedes Unwohlsein deutet gleich auf eine ernste Erkrankung hin; achtsam zu sein ist aber immer gut. Gut sichtbare oder fühlbare Veränderungen sind beispielsweise Hauttumore, wobei nicht jeder Knubbel bösartig sein muss.

  • Lustlosigkeit,
  • Stumpfes Fell,
  • Starker Gewichtsverlust des Tieres,
  • Atemprobleme,
  • Krampfanfälle,
  • Husten Erbrechen und Durchfall

sind ernst zu nehmende Symptome und müssen zügig dem Tierarzt vorgestellt werden.

Diagnose Krebs – was tun?

Zu allererst: Ruhe bewahren. Die Tiermedizin hat sich rasant entwickelt und bietet vielversprechende Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie. Einige Tierkliniken sind auf Krebspatienten spezialisiert, und wie beim Menschen gibt es auch für Tiere Bestrahlungen, Chemotherapie und Operationen. Ergänzend dazu kann es nützlich sein, einen guten Tierheilpraktiker ins Boot zu holen, der die Therapie mit unterstützt.

Eine Krebstherapie stellt für Mensch und Tier eine Herausforderung dar. Für den Menschen kommt neben der psychischen auch eine finanzielle Belastung dazu. Für das Tier kann die Therapie körperliches Leiden und Schmerz bedeuten. Alle Faktoren sind gegeneinander abzuwägen, und die Entscheidung, wie es weitergeht, kann nur individuell getroffen werden. Dem Tierhalter kann es eine große Hilfe sein, sich mit Gleichgesinnten und Betroffenen auszutauschen, die Ähnliches erlebt haben.

Beteilige dich jetzt an unserer Themendiskussion: → Anmelden

Du bist noch kein Mitglied im Happy Pet Club? Informiere dich und tausche dich mit anderen zu allen Themen rund um unsere tierischen Lieblinge aus - kostenlos natürlich: → Registrieren

Über den Autor / die Autorin → HPC Redaktionsteam

Wir sind ein engagiertes Redaktionsteam aus festen und freien Mitarbeitern, denen das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt.
Gastautoren sind willkommen! Bei Interesse schreibe bitte an redaktion@happy-pet.club