Die Maine Coone ist eine Halblanghaarkatze, die aus dem Nordosten der USA aus dem Bundesstaat Maine stammt. Daher ist der Name “Main” auch nicht richtig. Sie gehört zu den Waldkatzen und wird auch oft Amerikanische Waldkatze genannt. Der zweite Teil des Namens “Coone” hat damit zu tun, dass der buschige Schwanz an den der Waschbären erinnert.

Steckbrief

Ursprungsland: der Bundesstaat Maine im Nordosten der USA 
Gewicht: Katzen 4 – 6,5 Kilogramm, Kater 5,5 – 9 Kilogramm 
Lebenserwartung: bei guter Pflege bis zu 12 Jahren 
Fell: dichtes, halblanges, wasserabweisendes Fell. Es sind alle Farben außer Point erlaubt. 
Charakter: intelligent, verspielt, gesellig, freundlich, kommunikativ

Herkunft und Rassegeschichte

Es gibt eine Menge unbewiesene Legenden über den Ursprung der Main Coone. Dazu gehören sogar solche Geschichten, dass sich einmal Hauskatzen mit Waschbären gepaart haben sollen, was natürlich biologisch unmöglich ist. Möglich wäre, dass die Main Coone mit Norwegischen Waldkatzen verwandt sind, die mit den Schiffen der Wikinger in die USA kamen. Andere Überlegungen besagen, dass sich diese Katzenrasse aufgrund der kalten und harten Winter in Neuengland von selbst so entwickelt hat, weil nur die größten und wintertauglichsten Katzen dort gut überleben konnten. Sicher ist, dass diese Katzenrasse sich im Nordosten der Vereinigten Staaten entwickelt hat und im Bundesstaat Maine seit 1985 zur Staatskatze ernannt wurde.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Körperbau und Erscheinungsbild

Maine Coone sind besonders große Katzen. Sehr große, männliche Exemplare können bis zu 1,20 m lang und 12 kg schwer werden. Meistens werden aber auch die Kater nicht schwerer als ca. 9 kg. Die Maine Coone haben eine lange Schnauze, einen breiten Kopf und weit auseinander stehende Augen. Die Ohren sind groß und durch Fellbüschel geschützt. Das Fell ist halblang, dicht und wasserabweisend. Auch zwischen den Zehen schützen Fellbüschel die Pfoten. Typisch ist auch der buschige Schwanz.

Wesen und Charaktereigenschaften

Bei den Maine Coone handelt es sich um sehr menschenbezogene, freundliche Tiere. Diese Katzenrasse ist überhaupt sehr gesellig, sowohl untereinander mit anderen Katzen als auch mit anderen im Haushalt lebenden Tieren. Die Katzen haben eine für ihre Größe ungewöhnlich hohe gurrende Stimme und unterhalten sich sehr gern. Durch das große Repertoire an verschiedenen Tönen ist leicht zu verstehen, worauf eine Maine Coone gern aufmerksam machen möchte.

Fellfarbe und Fellpflege

Das halblange und dichte Fell der Maine Coone muss natürlich durch regelmäßiges Bürsten gut gepflegt werden, damit es nicht verfilzt. Im Allgemeinen genießen die Tiere diese Fellpflege und erleben sie als Ritual mit dem Menschen, das der sozialen Bindung dient.

Haltung und Erziehung

Auch wenn Maine Coone aufgrund ihres dichten und wasserabweisenden Haarkleides als Freigänger gehalten werden können, musst du sie nicht unbedingt nach draußen lassen. Sie fühlen sich auch als reine Wohnungskatzen wohl und genießen das Zusammenleben mit ihrer Familie. Sie lieben den innigen Kontakt mit den zu ihnen gehörenden Familienmitgliedern und anderen Haustieren. Wenn möglich, mögen diese Katzen aber auch gern den Freigang im eigenen Garten oder der näheren Umgebung ihres Zuhauses. Maine Coone sind Spätentwickler und werden drei Jahre oder älter, bis sie ganz erwachsen sind. Sie lassen sich sehr gut erziehen, denn sie sind besonders intelligent. Es gibt viele Exemplare, die genauso wie Hunde sogar mit ihren Besitzern Spaziergänge machen. Das hat dieser Katzenrasse auch den Namen Hundekatze eingebracht.

Ernährung und Gesundheit

Ernährung 

In Bezug auf das Katzenfutter sind Maine Coone sehr unproblematisch. Nur sehr selten neigen einzelne Exemplare zu Allergien und müssen dann entsprechend der Allergie mit Spezialfutter gefüttert werden. Besprich dies in diesem Falle mit deinem Tierarzt.

Rassetypische Krankheiten 

Auch bei dieser Katzenrasse kommen einige rassetypische Erkrankungen vor. Diese Krankheiten sind durch Inzucht entstanden. Vorkommen kann eine Herzkrankheit (Hypertrophe Kardiomyopathie), Erkrankungen der Gelenke, der Nervenzellen (Spinale Muskelatrophie), sowie Nierenkrankheiten (Polyzystische Nierenerkrankung (PKD)). Manche Katzen dieser Rasse neigen auch zu einem schwachen Immunsystem und kränkeln ganz allgemein sehr leicht. Diese rassebedingten Erkrankungen lassen sich nur vermeiden, indem bei der Weiterzucht sehr aufgepasst wird. Natürlich leiden nicht alle Katzen dieser Rasse zu diesen Problemen. Sollte es doch der Fall sein, lassen sich diese Erkrankungen inzwischen gut behandeln.

Hinweise zur Anschaffung

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Maine Coone oder mehrere davon anzuschaffen, sollte sein Glück immer zuerst in einem der umliegenden Tierheime oder Tiernothilfestellen versuchen. Heute tut man ein gutes Werk, dort immer zuerst zu schauen, denn es gibt viele Katzen in den örtlichen Tierheimen, die in neues Zuhause suchen. Dazu gehören gar nicht selten auch Rassekatzen. 

Wenn doch nur der Kauf bei einem Züchter in Frage kommt, liegt der Preis für eine Maine Coon heute bei ca. 700 Euro. Es ist wichtig, sich die Züchter genau anzuschauen. Gute Katzenzüchter bieten nur geimpfte, entwurmte und gechipte Katzen an. Im Stammbaum sollten keine der Ahnen doppelt vorkommen, denn das deutet auf Inzucht hin. Gut wäre es, wenn die Elterntiere auf die oben genannten Erbkrankheiten hin getestet worden sind. Wichtig ist zusätzlich die soziale Anbindung der Katzen an die Züchterfamilie.

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