Keine andere Beziehung zwischen Mensch und Tier ist so innig wie die zwischen Mensch und Hund. Der Hund ist einer unserer ältesten Gefährten und hat sich im Laufe der Evolution in vielerlei Weise an uns angepasst. Selbst in physiologischer Hinsicht, was beispielsweise seine Ernährung angeht, hat sich der Hund vom reinen Fleisch- zum Allesfresser entwickelt.

Waren Hunde früher in erster Linie dazu da, bestimmte Aufgaben oder Arbeiten zu verrichten – die sog. Arbeitsrassen -, trat mit der Zeit mehr und mehr die emotionale Verbundenheit zum Menschen in den Vordergrund. Der Hund wurde immer mehr zum treuen Freund und Begleiter. Dies ist heute so deutlich und stark wie nie. Oft sprechen Menschen in diesem Zusammenhang von ihrem Seelenhund. Doch was ist ein Seelenhund?

Tiefes Erkennen

Oft berichten Hundehalter beim Treffen auf ihren Seelenhund von ganz ähnlichen Erfahrungen, die sie miteinander teilen: Nicht sie haben den Hund gefunden, sondern sie haben das Gefühl, dass er sie gefunden hat. Hierbei war es bei der ersten Begegnung wie ein Wiedersehen nach einer langen Zeit des Getrenntseins. Ein gegenseitiger Blick in die Augen genügte, um zu wissen, dass das der richtige Gefährte ist. Als hätten beide nur darauf gewartet. Oft ist es sogar so, dass sich Mensch und Hund äußerlich ähneln, sei es in Statur, Gesichtsausdruck oder Haarfarbe.

Zugegeben, dies klingt ein bisschen nach romantischem Kitschroman. Aber tatsächlich hat es etwas davon, seinem Seelenhund zu begegnen. Da ist ein stilles Verstehen und Wiedererkennen ohne Worte. Es kann sein, dass dies dem Hundehalter zunächst nicht wirklich bewusst ist, sondern sich eher im Unbewussten abspielt.

Leben mit dem Seelenhund

Der Alltag mit dem Seelenhund gestaltet sich – oberflächlich betrachtet – wie jede andere Mensch-Hunde-Beziehung auch. Beide müssen lernen und Rücksicht aufeinander nehmen. Die Bedürfnisse des Hundes wollen in den Alltag mit den täglichen Verpflichtungen integriert werden.

Wer mit seinem Seelenhund zusammenlebt, stellt seine Bedürfnisse oft über die eigenen. Das Wichtigste ist, dass es dem Seelenhund rundum gut geht. Das Wohlbefinden des Hundes sollte zwar in jeder Hund-Mensch-Beziehung ganz oben stehen, aber in der Beziehung mit dem Seelenhund kommt noch eine tiefere emotionale Komponente hinzu. Zusammen gehen beide durch Dick und Dünn, nichts kann sie trennen. Die Liebe des Hundes ist hierbei bedingungslos. Der Mensch spürt, dass sein Hund ihn ohne Vorbehalte so liebt, wie er ist. Jeder Hund jedes Alters oder Geschlechts und jeder Rasse kann der Seelenhund eines Menschen sein.

Herausfordernde Beziehungen

Beziehungen zum eigenen Seelenhund sind nicht immer einfach oder nur harmonisch. Oft stammen solche Hunde aus ungünstigen Umständen oder schwierigen Haltungsbedingungen, haben Verhaltensauffälligkeiten oder auch Krankheiten. Dies tut der Liebe keinen Abbruch – im Gegenteil.

Stirbt der Seelenhund eines Tages, scheint nichts diese Lücke je wieder füllen zu können. Seine immense Bedeutung für das eigene Leben wird dem Hundehalter oft erst nach dem Tod seines Seelenhundes so richtig bewusst. Was bleibt, ist Dankbarkeit für einen solchen Freund an der Seite.

Hast oder hattest du einen Seelenhund? Was zeichnet diese Beziehung aus? Lasse die Mitglieder des Happy Pet Club in unserem Hunde-Netzwerk an deiner Geschichte teilhaben.

Beteilige dich jetzt an unserer Themendiskussion: → Anmelden

Du bist noch kein Mitglied im Happy Pet Club? Informiere dich und tausche dich mit anderen zu allen Themen rund um unsere tierischen Lieblinge aus - kostenlos natürlich: → Registrieren

Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.