Alle Jahre wieder werden Freigänger-Katzen in den Sommermonaten von lästigen Zecken geplagt. In manchen Gegenden kann eine Katze, die in hohen Gräsern und Büschen unterwegs ist, durchaus von bis zu 15 Zecken täglich gebissen werden. Zwar ist die Gefahr von Infektionen durch Zecken relativ gering, dennoch sind sie für Katze und Mensch einfach lästig. Manche Katzen lassen sich zudem nicht gern anfassen und erst recht nicht im Fell herumfummeln, so dass das Entfernen der Zecken zur täglichen Tortur werden kann. Am besten beugst du rechtzeitig vor, um den Zeckenbefall bei deiner Katze zu verringern. Wenn du dabei auf die Chemiekeule verzichten möchtest, probiere diese Tipps für natürlichen Zeckenschutz für Katzen aus.

Kokosöl

Kokosöl ist ein wahres Wunderwerk der Natur. Innerlich oder äußerlich angewendet, pflegt es zum einen Haut und Fell der Katze, zum anderen vertreibt es neben Zecken auch Milben und Flöhe. Am besten wendest du Kokosöl bei deiner Katze äußerlich an: Verreibe zwei- bis dreimal wöchentlich eine kleine Menge (Messerspitze) in deinen Handflächen und lege eine ausgiebige Schmuserunde mit deiner Katze ein. Verreibe das Öl besonders an den Stellen, die Zecken mögen: zwischen den Vorderbeinen, im Nacken und am Hals. Beim Putzen wird die Katze die Reste des Öls abschlecken, was sich positiv auf Darmflora und Verdauung auswirkt. Bei Anwendung in solch kleiner Menge besteht nicht die Gefahr einer Überdosierung. Verwende am besten Kokosöl in Bio-Qualität. Es ist sehr ergiebig, und du kannst es günstig im Reformhaus und gut sortierten Drogerien bekommen. Falls deine Katze gar nicht zum Schmusen und ausgiebigem Streicheln aufgelegt ist, ist Kokosöl allerdings nicht das Mittel der Wahl als natürlicher Zeckenschutz für Katzen.

Knoblauch

Zecken mögen den Geruch von Knoblauch überhaupt nicht und bleiben damit der Katze fern. Wenn du Knoblauch innerlich als natürlichen Zeckenschutz anwenden möchtest, presse eine frische halbe Bio-Knoblauchzehe aus und mische den Saft einmal täglich unter das Futter der Katze. Bei äußerlicher Anwendung träufelst du die gleiche Menge Saft in den Nacken der Katze. Vorsicht: Mit Knoblauch musst du bei der innerlichen Anwendung bei der Katze vorsichtig umgehen. Überdosierungen können zu gefährlichen Vergiftungserscheinungen führen; verfüttere daher niemals mehr als angegeben. Füttere Knoblauch auch niemals pur, sondern nur den untergemischten, gepressten Saft.

Bierhefe

Bierhefe gibt es als praktische Kapseln speziell für Katzen. Das in den Kapseln enthaltene Pulver kannst du ihr über das Futter streuen oder in Leckerlis verpacken. Selbst Leckermäulchen und feine Schnuppernasen scheinen nichts gegen den recht geringen Eigengeschmack bzw. -geruch von Bierhefe einzuwenden zu haben. Falls doch, scheidet dieses Mittel leider aus. Der Erfolg als natürlicher Zeckenschutz für Katzen ist unterschiedlich und es gibt keine Garantie, dass es funktioniert. Probiere es einfach aus.

Welche Zeckenschutzmittel du keinesfalls anwenden solltest

Halsbänder: Auch als Zeckenschutz werden „natürliche“ Halsbänder angeboten, z.B. mit Keramik oder Bernstein. Halsbänder aller Art sind für Katzen grundsätzlich als gefährlich einzustufen: Katzen können bei ihren Streifzügen in der Natur an Ästen oder Gestrüpp hängenbleiben und sich dabei schwer verletzen oder strangulieren.

Ätherische Öle: Es gibt hoch wirksame ätherische Öle wie Schwarzkümmel- oder Teebaumöl, die bei Menschen oder Hunden nützlich und erfolgreich angewendet werden. Für Katzen allerdings sind sie hochgradig giftig. Katzen können ätherische Öle nicht verstoffwechseln, d.h. sie werden im Körper nicht abgebaut und können in kürzester Zeit Schäden anrichten und sogar zum Tod der Katze führen.

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