Diese Rassekatze ist jedem Tierliebhaber ein Begriff. Die Perserkatze gilt als eine der schönsten und ältesten Katzenrassen überhaupt. Die großen Tiere haben langes Fell und einen großen Kopf mit einer kurzen Nase. Sie sind äußerst gelassen und treue, verschmuste und damit perfekte Haustiere für den Menschen.

Steckbrief

Ursprungsland: Persien 
Gewicht: Katzen 4 bis 7 Kilogramm, Kater bis 9 Kilogramm 
Lebenserwartung: bis zu 15 Jahre 
Fell: lang, seidig, relativ pflegeintensiv 
Charakter: anhänglich, treu, verschmust, gelassen, klug

Herkunft und Rassegeschichte

Schon im Jahr 1620 wurde eine schöne langhaarige Katze, die aus Persien stammt, beschrieben. Die Herkunft der Perserkatze geht aber wahrscheinlich bis in die Antike zurück. Das macht die Rasse zu einer der ältesten Katzenrassen überhaupt. Später kam die Perserkatze nach Frankreich und bekam dort zunächst den Namen französische Katze. Die Rasse wurde immer beliebter und verbreitete sich in ganz Europa. Im 19. Jahrhundert waren es die Briten, die sich am intensivsten der Katzenzucht widmeten. In dieser Zeit erhielt die aus Persien stammende Katze den Namen Angora-Katze.

Rassetypisches Erscheinungsbild und Charaktereigenschaften

Körperbau und Erscheinungsbild

Vom Körperbau einer persischen Katze sieht man nicht viel, denn der kräftige Körper ist von dem langen Fell verdeckt. Charakteristisch für diese mittelgroße bis große Katzenart ist der große, breite Kopf mit einer sehr kurzen und breiten Nase.

Wesen und Charaktereigenschaften

Perserkatzen sind sehr gelassene und souveräne Katzen, die kaum noch Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren vorzuweisen haben. Durch ihre starke Menschenbezogenheit und ihr ruhiges und sanftes Gemüt sind sie die perfekten Haustiere. Die Rasse ist sehr treu und verschmust und damit ein toller und wertvoller Begleiter für die Menschen und eine optimale Familienkatze. Ihre ruhige Art heißt dabei allerdings nicht, dass die Katzen ihre Eleganz und ihren Stolz verlieren. Wie alle Katzenarten können Perser sehr eigenwillig sein. Gleichzeitig sind Perser sehr aufmerksame und kluge Tiere, die sich gerne in der freien Natur bewegen.

Fellfarbe und Fellpflege

Die Perserkatze hat ein sehr langes Fell, das seidig weich ist. Damit das auch so bleibt, bedarf es einer intensiven täglichen Pflege. Du solltest deine Katze jeden Tag sorgfältig bürsten, um Dreck, Staub oder lose Haare zu entfernen und Knoten zu lösen. Die meisten Katzen lieben diese Massage mit der Bürste und bauen so sehr schnell eine innige Beziehung zum Menschen auf.

Haltung und Erziehung

Perserkatzen stellen keine großen Ansprüche an ihre Wohnumgebung. Sie können deshalb sowohl als reine Wohnungskatzen als auch als Freigänger problemlos gehalten werden. Wichtig dabei ist, dass – egal bei welcher Haltung – die Fellpflege regelmäßig durchgeführt wird. Außerdem brauchen die Katzen eine Beziehung zu den Menschen, denn sonst vereinsamen sie. In jedem Fall ist es wichtig, dass sich die Perserkatze ausreichend bewegen kann. Ob das in der Natur oder in der Wohnung ermöglicht wird, ist ganz egal.

Erziehung ist bei Katzen immer etwas schwierig, denn die Tiere haben ihren eigenen Kopf und ordnen sich nicht gerne unter. Deshalb kann man bei Katzen nie von einer perfekten Erziehung wie beispielsweise bei Hunden sprechen. Allerdings sollte sich der Vierbeiner dennoch an ein paar Regeln halten und seine Besitzer nicht tyrannisieren. Die Erziehung in diesem Sinne ist bei Perserkatzen relativ leicht, denn sie sind sehr menschenbezogen und lernwillig. Voraussetzung dafür ist eine gute Sozialisation in der Kindheit und eine konsequente, aber freundliche Erziehung.

Ernährung und Gesundheit

Ernährung 

Die Ernährung ist bei Perserkatzen kein Problem, denn sie fressen in der Regel jedes Katzenfutter, was ihnen vorgesetzt wird. Achte daher besonders auf gute Qualität des Futters. Für die Gesunderhaltung der Tiere ist es sehr wichtig, sie nicht zu überfüttern. Gerade bei Perserkatzen, die in Wohnungen gehalten werden und damit ständig in der Nähe des Menschen sind, neigen diese dazu, die Katzen zu verwöhnen und ihnen immer wieder kleine Naschereien und Leckerlies zuzustecken. Was lieb gemeint ist, führt allerdings in Kombination mit zu wenig Bewegung schnell zu Übergewicht und anderen gesundheitlichen Problemen. Deshalb solltest du darauf achten, dass du den Ernährungszustand deiner Katze gut im Blick hast.

Rassetypische Krankheiten 

Perserkatzen sind eine sehr durchgezüchtete Rasse, womit auch immer Probleme verbunden sind. Hinzu kommen immer wieder Fälle von Inzucht. So leidet diese Katzenrasse vor allem unter der sehr kurzen Nase, die ihr das Atmen schwer macht. Durch die Züchtung auf kleine Nasen kommt es auch immer wieder zu Schädeldeformationen, die sich wiederum negativ auf die Sehkraft und die Gesundheit der Augen auswirken können. Gegen diese Fehlzüchtung auf Kosten der Tiere gehen mittlerweile viele Tierschützer und Tierärzte vor und fordern eine gesündere und artgerechtere Zucht. Die Entwicklung geht allerdings nur langsam voran.

Folgen der starken Inzucht können außerdem Immunschwächen, eine verkürzte Lebenserwartung oder eine hohe Krankheitsanfälligkeit sein. Viele Krankheiten sind bei Persekatzen auch erblich bedingt. Weiße Perserkatzen sind zum Beispiel oft taub. Ein weiteres rassetypisches Problem ist der breite Schädel, der Komplikationen bei der Geburt hervorrufen kann, so dass oftmals ein Kaiserschnitt notwendig wird.

Hinweise zur Anschaffung

Wenn du dir eine Perserkatze anschaffen willst, kannst du entweder zu einem Züchter gehen oder dich in Tierheimen und Tiernothilfen umsehen. Jede Variante hat ihre Vorteile.

Eine Katze vom Züchter kaufst du in der Regel als Kitten, so dass du sie von Beginn an begleiten und nach deinen Wünschen erziehen kannst. Die Zeit mit einer kleinen Katze ist unvergesslich und wunderschön. Allerdings haben viele Züchter einen zu großen Ehrgeiz und neigen zu Überzüchtung der Rasse, was teilweise sogar mit Inzucht verbunden sein kann. Das kann die Lebensqualität und die Lebenserwartung deiner Perserkatze deutlich verringern. Wenn du aber auf die Qualität der Zucht achtest und nach einem Züchter suchst, der Perserkatzen mit längeren Nasen züchtet, kannst du von dort eine tolle Katze bekommen. Optimalerweise sollte diese auch mit enger Anbindung an den Menschen sozialisiert und aufgewachsen sein.

Aber auch im Tierheim oder in der Tiernothilfe kann man tolle Rassekatzen bekommen. Der Vorteil hierbei ist, dass du ein Tier rettest und ihm ein schönes Zuhause bietest. Mit etwas Glück findest du in den Heimen oder Notunterkünften für Katzen sehr gute und seriös gezüchtete Perserkatzen mit einem lieben Charakter.

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