Futter, Spielzeug, Tierarztbesuche: Hundehalter geben bisweilen viel Geld für ihre Vierbeiner aus. Einige Posten lassen sich von der Steuer absetzen. Wir geben dir praktische Steuertipps für Hundehalter, mit denen Herrchen und Frauen Leistungen wie beispielsweise den Tierfriseur steuerlich geltend machen und dabei einiges an Geld sparen können.

So sparen Hundehalter steuern

Die Hundesteuer kostet zwischen 40 und 80 Euro pro Jahr, je nach Stadt oder Gemeinde. Hinzu kommen Kosten für Futter, Tierarzt, Spielzeug, Zubehör und die Haftpflichtversicherung. Der Vierbeiner kann den Halter pro Jahr zwischen 500 und 1.500 Euro kosten – je nach Größe, Alter und Rasse des Hundes. Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, mit der du als Halter bei der Steuer Geld sparen kannst. Dies sind die wichtigsten Steuertipps für Hundehalter:

Tipp 1: Haftpflichtbeiträge von der Steuer absetzen

Die Haftpflichtbeiträge für den Vierbeiner lassen sich vollständig als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Hierfür müssen diese im Bereich der privaten Versicherungen angegeben werden. Falls du ein Versicherungspaket aus mehreren Hunde-Versicherungen nutzt (z.B. OP-/Krankenversicherung), darfst du nur den Teil der Tierhalterhaftpflichtversicherung steuerlich absetzen.

Generell können bis zu 20 Prozent der Anfahrts-, Arbeits- und Lohnkosten abgeschrieben werden. Insgesamt dürfen aber maximal 4.000 Euro abgezogen werden, unabhängig davon, wie sich die einzelnen Kostenfaktoren zusammensetzen.

Tipp 2: Tierfriseur zum Hausbesuch laden

Hundehalter können diverse Fahrt- und Arbeitskosten von der Steuer absetzen. Zu den Arbeitskosten zählen Kosten, die zuvor mit dem Hunde-Sitter vereinbart wurden. Die Rechnung vom Tierfriseur kann dann von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Tätigkeiten in den eigenen vier Wänden erledigt werden. Das schließt gleichzeitig auch den Gang zum Tiersalon oder Hundehotel von steuerlichen Befreiungen aus. Wenn sich eine dritte Person um den Hund kümmert, während der Halter verreist ist, lassen sich diese Dienstleistungen ebenfalls von der Steuer absetzen. Dies gilt aber nur, wenn der Hundesitter das Tier beim Halter Zuhause pflegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Wohnung, Hauseigentum oder Altenwohnheim handelt.

Tipp 3: Gassi-Service steuerlich geltend machen

Wenn eine andere Person das Gassi gehen für dich übernimmt und du sie hierfür entlohnst, kannst du dies ebenfalls von der Steuer absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um ein Betreuungsangebot handelt, welches auch das Füttern oder Pflegen des Hundes beinhaltet. Ein reiner Gassi-Service, der keine haushaltsnahen Zusatzleistungen enthält, bietet keinen Raum für steuerliche Vergünstigungen.

Futter und Materialkosten zählen zu den Kosten, die du nicht von der Steuer absetzen kannst. Einige andere Leistungen lassen sich ebenfalls nicht abschreiben. Dazu gehören die Tierarztkosten und die Hundesteuer, da beides private Ausgaben sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Hausbesuch handelt oder nicht.

Hundehalter müssen die Ausgaben für das Finanzamt dokumentieren

Von Tierfriseur bis Hundehaftpflicht lassen sich verschiedene Leistungen von der Steuer absetzen. Andere wiederum kannst du nicht geltend machen. Es empfiehlt sich, die Kosten mittels Quittungen zu dokumentieren. Das Finanzamt benötigt zum einen die Rechnung des Dienstleisters und zum anderen die passenden Überweisungsbelege, die eine Begleichung der Rechnung dokumentieren. Eine gute Dokumentation gibt Aufschluss darüber, ob es sich um Material- oder Arbeitskosten handelt. Barzahlungen lassen sich generell nicht von der Steuer absetzen.

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