Kinder finden Reptilien oft faszinierend. Sie entwickeln den Wunsch, selbst ein Reptil als Haustier zu haben. Doch nicht alle Reptilien sind als Haustier für Kinder geeignet. In erster Linie ist es wichtig, die Bedürfnisse der Reptilien zu kennen, um sie artgerecht halten zu können. Erst dann können Eltern entscheiden, ob eine Schildkröte, Schlange oder Echse das richtige Haustier für ihr Kind ist.

Geeignete Reptilien für Kinder

Jede Reptilienart hat ihre besonderen Haltungs- und Pflegeeigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale. Zu den besten Arten von Reptilien, die geeignete Haustiere für Kinder sein können, gehören z.B. Bartagamen, ungiftige Schlangenarten, Geckos oder kleine Schildkrötenarten.

Vor dem Kauf

Jedes Reptil hat seine besonderen Merkmale und Eigenschaften betreffend Haltung, Ernährung, Pflege und Umgang. Welche Art von Reptil auch immer gewählt wird, gilt es vor dem Kauf einige grundsätzliche Dinge zu klären, die es dem Kind erleichtern, ein verantwortungsbewusster Tierhalter zu werden.

Größe: Reptilien schlüpfen als nette, kleine Kreaturen, die schnell zu großen und schweren Tieren heranwachsen. Dementsprechend Platz brauchen sie. Aber auch kleinere Reptilien brauchen mehr als ein Mini-Terrarium, um sich wohl zu fühlen. Es gibt Mindestgrößen, die beachtet werden müssen und teilweise auch behördlich überwacht werden. Kann dieser Platz nicht zur Verfügung gestellt werden, ist ein Reptil keine gute Wahl.

Lebensdauer: Reptilien haben eine recht hohe Lebenserwartung. Echsen, Schlangen oder Schildkröten können je nach Art mindestens 10-20 Jahre alt werden (im Vergleich: Ein Hamster hat eine Lebenserwartung von rund 2-3 Jahren). Mit den Jahren ändern sich oft die Interessen der Kinder. Sie wechseln die Schule, die Freunde, irgendwann den Wohnort oder beginnen eine Ausbildung. Es kann also gut passieren, dass sie Zeit und Lust verlieren, sich um das Reptil zu kümmern.

Spielpartner: Kinder wünschen sich oft Haustiere, mit denen sie spielen, kuscheln und interagieren können. Sie möchten ihnen Tricks beibringen und erwarten Reaktionen des Tieres. Reptilien sind für diese Zwecke nicht geeignet. Zwar lassen sie sich zum Teil berühren oder aus der Hand füttern, sind aber keine Spiel- und Kuschelpartner.

Verantwortung: Die Eltern müssen dem Kind die Verantwortung für die Pflege des Reptils bewusst machen. Das Terrarium muss gereinigt, das Tier gefüttert und sein Gesundheitszustand überwacht werden. Das Kind muss wissen, dass es zum Nachteil des Tieres ist, wenn es diese Aufgaben nicht erledigt.

Information: Bevor Eltern und Kind sich für ein bestimmtes Reptil entscheiden und mit Nachhause nehmen, müssen sie sich ausreichend über Wachstum, Ernährung, Gesundheit, Gewohnheiten und Verhaltensweisen informieren. Das Kind sollte in diesen Prozess entsprechend seines Alters aktiv mit einbezogen werden.Gemeinsam können Eltern und Kind Webseiten oder Literatur studieren und Reptilienfachleute befragen. Die Eltern müssen dem Kind jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Auswahl des Tierheimes oder Züchters: Reptilien sollten nur von seriösen Züchtern erworben werden, die die Herkunft und Zuchtgeschichte des Tieres nachweisen können. Es werden immer wieder Reptilien illegal importiert. Für manche Reptilienarten gibt es behördliche Auflagen und Bestimmungen. In vielen Tierheimen warten Reptilien auf ein neues Zuhause. Die dortigen Mitarbeiter geben Informationen über die Herkunft des Tieres und viele Tipps zu deren Haltung. Tiere, die in Heimen untergebracht sind, sind meist besonders dankbar für ein neues Zuhause mit einem persönlichen Bezug zu ihren Menschen.

Bei Beachtung dieser Schritte ist ein Reptil als Haustier für ein Kind und als neues Mitglied der Familie eine faszinierende Bereicherung.

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