Auch wenn die meisten Katzen am liebsten draußen umher streifen, haben sie alle eines gemeinsam: Sie lieben und brauchen ein gemütliches und kuscheliges Dach über dem Kopf. In freier Wildbahn völlig ohne menschliche Fürsorge kämen unsere Katzen nicht zurecht und benötigen neben gutem Futter ein entsprechend für sie eingerichtetes Zuhause.

Drei Zimmer, Küche, Bad…

Einige Dinge braucht einfach jede Katze, um sich rundum wohlzufühlen. Sicher gibt es auch rassetypische oder charakterliche Besonderheiten, die darüber bestimmen, welche Dinge die Katze mehr oder weniger gern nutzt. Wundere dich also nicht, falls du mit viel Liebe einen Kratzbaum ausgesucht hast und deine Katze lieber mit der Verpackung spielt. Auch die Haltung als Freigänger oder reine Wohnungskatze spielt eine Rolle. Aber auf einige Sachen kannst du nicht verzichten.

Wenn du einer Katze ein Zuhause geben möchtest, erhältst du nachfolgend sieben Einrichtungstipps für Katzen mit Dingen, die du ihr auf keinen Fall vorenthalten solltest bzw. darfst.

Tipp 1: Katzenklo

Jede Katze, auch ein Freigänger, braucht drinnen ein Katzenklo. Es gibt sie in vielen Ausführungen: mit oder ohne Deckel oder Einstiegsklappe, verschiedene Höhen usw. Es ist empfehlenswert, kein komplett geschlossenes Klo zu verwenden, da die Luftzirkulation nicht ausreichend ist und die Katze dieses deswegen womöglich nicht nutzt. Die Einstreu sollte staub- und geruchsfrei sein. Lasse dich im guten Zoofachhandel oder von erfahrenen Katzenhaltern beraten, welche Einstreu sie empfehlen. Reinige das Katzenklo täglich. Falls du feststellst, dass deine Katze unsauber wird, d.h. sogar neben das Klo pullert, kann es z.B. sein, dass der Standort des Katzenklos ungünstig ist. Des Weiteren gibt es Katzen, die ihr kleines und großes Geschäft getrennt verrichten möchten, so dass du evtl. eine zweite Katzentoilette zur Verfügung stellen musst. Falls du mehrere Katzen hast, braucht jede Katze ihr eigenes Klo.

Tipp 2: Futternäpfe

Es gibt eine Vielzahl an Variationen hinsichtlich der Futternäpfe. Aus Edelstahl, Plastik oder Keramik gibt es sie in allen Farben und Formen. Am besten eignen sich Näpfe aus Keramik oder Edelstahl, da Plastik einen recht starken Eigengeruch hat und sich auf ihm schneller Bakterien ansiedeln. Nimm in jedem Fall einen Napf mit einem flachen Rand, d.h. max. 5 cm Höhe und mind. 12 cm Durchmesser. Wenn der Napf zu tief ist, stößt die Katze mit ihren Schnurrhaaren an die Ränder, was sehr unangenehm ist. Stelle den Napf an einem ruhigen und stillen Ort auf – auch fern der Katzentoilette -, damit deine Katze in Ruhe fressen kann.

Tipp 3: Wassernäpfe

Da Katzen die Futter- und Wasseraufnahme strikt trennen, platziere den Wassernapf nicht beim Futternapf. Wenn du eine Wohnungskatze hast, kannst du mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilt aufstellen. Freigänger trinken meist draußen aus Pfützen oder Schalen; wundere dich also nicht, falls sie das Wasser nicht anrührt. Manche Katzen werden durch einen Trinkbrunnen zum Wassertrinken angeregt. Stelle auch den Wassernapf nie in die Nähe des Katzenklos.

Tipp 4: Schlafplätze

Katzen lieben kuschelige und am liebsten viele Schlafplätze. Der Schlafplatz sollte an einer ruhigen Stelle sein, frei von Zugluft und Lärm. Katzen liegen auch gern auf erhöhten Plätzen wie Kommoden oder Schränken. Als Katzenbett sind weiche Decken oder spezielle Katzenkissen geeignet. Hier gibt es eine immens große Auswahl. Achte auf hochwertige Materialen und dass der Schlafplatz groß genug für sie ist. Richte ihr am besten mehrere Schlafplätze ein und wundere dich nicht, wenn sie dennoch einen ganz anderen wählt, z.B. deinen geöffneten Kleiderschrank, dein Bett, die Badezimmermatte oder deine abgelegte Jogginghose.

Tipp 5: Kratzbaum

Biete deiner Katze einen Kratz- und Kletterbaum an. Je größer und ausgefallener, desto besser. Vor allem Wohnungskatzen brauchen viel Abwechslung, und ein Kratzbaum ist mit seinen Höhlen und Aussichtsplattformen ein schöner Spielplatz. Meistens haben diese auch Kratzmöglichkeiten zum Wetzen der Krallen. Dies ist ein natürliches Verhalten, und damit sich deine Katze nicht über Sessel und Sofas hermacht, biete ihr in jedem Fall eine Kratzmöglichkeit an.

Tipp 6: Spielsachen

Katzen sind wahre Spielernaturen und spielen für ihr Leben gern. Spielen ist immens wichtig für Körper und Geist der Katze. Katzenspielzeug gibt es reichlich am Markt, und auch hier solltest du ein paar wichtige Dinge beachten, denn nicht alles ist gut geeignet. In erster Linie ist wichtig, dass sich die Katze an den Spielsachen nicht verletzten kann. Kleine Spieltiere haben beispielsweise oft angenähte Plastikaugen, die die Katze verschlucken könnte. Mit den Schnüren von Spielangeln könnte sich deine Katze strangulieren; lasse sie daher niemals damit unbeaufsichtigt. Weiterhin dürfen harte Spielsachen nicht brechen oder reißen, wenn die Katze hinein beißt. Am besten verwendest du weiche Materialen wie Vollgummi oder Sisal-Bälle. Auch Lavendelkissen sind der Renner. Wenn du kreativ bist, kannst du Katzenspielzeug auch selbst basteln. Ein besonders beliebtes Intelligenzspielzeug ist das „Fummelbrett“. Ein Fummelbrett regt die Katze dazu an, sich spielerisch die darin versteckten Leckerlis zu beschaffen, was Teil ihres natürlichen Verhaltens ist. Fummelbretter eignen sich, um die Katze intelligent zu beschäftigen und Verhaltensproblemen vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken. Du kannst dein Fummelbrett entweder selbst basteln oder schon fertig kaufen.

Tipp 7: Karton

Jeder Katzenhalter kennt es: Du hast deiner Katze etwas Schönes gekauft, stolz ausgepackt, aufgebaut und ihr präsentiert. Du erwartest Lob und Anerkennung deiner Katze, aber diese sitzt bereits im Karton deines neuen Geschenks. Nimm es mit Humor. Denn der Karton ist im Katzenhaushalt das Allround-Talent: Er dient als Spiel- und Schlafplatz, als liebstes Versteck oder bester Beobachtungsposten. Sei also vorsichtig beim Entsorgen deiner Kartons. Denn auch im kleinsten Karton ist Platz für eine Katze.

Fazit

Katzen sind Individualisten mit Hang zu Luxus und Komfort. Mit wenig Aufwand kannst du ihnen ein ansprechendes Zuhause gestalten mit allem, was sie brauchen, um sich wohl zu fühlen. Der Handel bietet eine Unmenge von Dingen an, gerade im Haustierbereich.

Nicht alles davon ist für Katzen geeignet, einiges sogar potenziell schädlich oder gefährlich und als tierschutzwidrig einzustufen. Nutze unser Katzen-Netzwerk, um dich mit anderen Katzenhaltern über Einrichtungstipps für Katzen auszutauschen.

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