So wie wir selbst bis ins hohe Alter gesund und fit bleiben wollen, wünschen wir uns dies auch für unsere Haustiere. Gesunde Tiere sind glücklich, können aktiv an unserem Leben teilnehmen und verursachen weit weniger Kosten als ein krankes Tier. In viele Bereiche kannst du als verantwortungsbewusster und wachsamer Tierhalter eingreifen, damit dein Haustier gesund bleibt. Dies gilt übergreifend für alle Tierarten.

1. Gute Ernährung

Wie beim Menschen auch, ist gute und artgerechte Ernährung das A und O, damit das Haustier gesund bleibt. Doch was ist artgerechte Ernährung? Diese sollte sich so nah wie möglich an der ursprünglichen Ernährungsform des nicht-domestizierten Tieres ausrichten. Beispielsweise ist die Katze von Natur aus ein Fleischfresser, Hunde vertragen zusätzlich pflanzliche Kost. Kleintiere ernähren sich von jeher von dem, was die Natur ihnen liefert, wie Gräser, Sämereien oder Kräuter. Dies muss sich in der Ernährung widerspiegeln, damit dein Haustier gesund bleibt.

Ernährungstipps:

  • Informiere dich ausführlich über die natürliche Ernährungsform deines Haustieres und passe diese deinem Tier an.
  • Berücksichtige Unverträglichkeiten oder Allergien.
  • Studiere die Inhaltsstoffe von Futtermitteln und verzichte auf Zusatzstoffe wie Zucker, Neben- und Abfallprodukte.
  • Stelle das Futter langsam um, damit sich der Organismus deines Haustieres daran gewöhnt.

2. Ausreichend Bewegung

Bewegung ist lebenswichtig, und ein Tier, was sich in freier Wildbahn nicht bewegen kann, stirbt. Zwar müssen unsere Haustiere ihr Futter nicht mehr jagen oder einsammeln, und auch Fortpflanzung ist für sie kein Thema mehr. Dennoch ist Bewegung ein sehr wichtiger Faktor, damit dein Haustier gesund bleibt. Hunde benötigen übers Gassigehen hinaus ausreichend Raum und Zeit zum Toben oder Sport treiben. Wohnungskatzen brauchen ausreichend Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Kleintiere brauchen ein ausreichend großes Gehege und ggf. Auslauf. Bekommt ein Haustier zu wenig Bewegung, drohen Krankheiten wie Übergewicht oder Arthrose, die wiederum weitere Krankheiten nach sich ziehen.

Bewegungstipps:

  • Passe die Bewegung den individuellen Bedürfnissen und der körperlichen Verfassung deines Haustieres an.
  • Berücksichtige eventuell vorhandene Krankheiten oder Beschwerden.
  • Stelle Kleintieren ein ausreichend großes Gehege mit artgerechten Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung.

3. Tägliche Pflege

Der Körper deines Tieres braucht Pflege. Fell- und Krallenpflege gehören je nach Tierart zum täglichen Pflichtprogramm. Je nach Tierart gestaltet sich dies unterschiedlich; einen Hund kannst du wahrscheinlich leichter pflegen als einen Hamster, der nur nachtaktiv ist.

Pflegetipps:

  • Bürste deinem Hund oder deiner Katze täglich das Fell und kontrolliere, ob es gesund aussieht und glänzt.
  • Prüfe regelmäßig der Augen, Nase, Ohren und ggf. Zähne deines Haustieres. Augen und Nase sollten generell klar bzw. trocken und nicht verklebt sein.
  • Reinige ggf. Ohren und Augen mit einem weichen Tuch.
  • Fell- und Körperpflege dient der Bindung zwischen dir und deinem Tier. Berücksichtige hierbei die Vorlieben deines Tieres bzw. der jeweiligen Tierart. Nicht jedes Tier mag gestreichelt, gekämmt oder zu viel berührt werden.

4. Regelmäßiger Gesundheits-Check-Up

Krankheiten machen sich nicht immer sofort bemerkbar. Oft werden sie erst in fortgeschrittenem Stadium sichtbar, aber es gibt meistens Hinweise, die auf eine Erkrankung des Tieres hindeuten können. Umso wichtiger ist es, dass du dein Tier täglich beobachtest, damit dein Haustier gesund bleibt. Frisst es normal? Bewegt es sich wie immer? Ist es aufmerksam oder eher apathisch? All dies sind wichtige Beobachtungen, die dir Hinweise auf den Gesundheitszustand deines Tieres geben.

Gesundheitstipps:

Beobachte täglich das Fressverhalten deines Tieres. Leert es seine Näpfe wie gewohnt? Bei Kleintieren: Sammelt dein Hamster oder Meerschweinchen sein Futter ein?

  • Hat ein Tier einen normalen Gang oder schwankt oder lahmt es?
  • Achte darauf, dass dein Tier ausreichend frisches Wasser trinkt, und stelle es ihm in passenden Gefäßen zur Verfügung.
  • Lasse deinen Hund oder deine Katze jährlich vom Tierarzt untersuchen und eventuell fällige Impfungen auffrischen. Kleintiere solltest du dem Tierarzt nur vorstellen, wenn mit ihnen etwas nicht in Ordnung ist, da für sie ein Tierarztbesuch besonderen Stress bedeutet.

Fazit

Einige Faktoren, damit dein Haustier gesund bleibt, befinden sich außerhalb unseres Einflussbereiches, wie beispielsweise genetische Veranlagungen, die vor allem bei Züchtungen von Rassekatzen oder Rassehunden vorkommen können. Auch Unfälle kannst du trotz großer Umsicht ggf. nicht verhindern. Wenn du diese Tipps jedoch beherzigst, steht einem langen und gesunden Leben deines Tieres nichts im Wege. Tausche dich mit anderen Tierhaltern in unserem Netzwerk über weitere Tipps aus, damit dein Haustier gesund bleibt.

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Über den Autor / die Autorin → Petra Schulz Administrator
Als Redakteurin kümmere ich mich um das Magazin des HPC und schreibe Beiträge und Reportagen. 🙂