Sportliche Aktivitäten sind wichtig für Mensch und Tier. Sport fördert die Beweglichkeit, hält jung und fit, trainiert Muskeln, Herz und Kreislauf und tut auch der Seele gut. Und wenn Hund und Herrchen gemeinsam Sport treiben, macht es doppelt Spaß: Hundesport ist Training für Körper und Geist und wirkt sich zudem äußerst positiv auf die Beziehung zwischen Mensch und Hund aus. Auf geht’s zum Hundesport!

Für welche Hunde ist Sport geeignet?

Grundsätzlich ist Hundesport für alle Hunde geeignet. In jedem Fall muss der Hund körperlich fit und in der Lage sein, die an ihn gestellten Aufgaben lösen zu können. Ältere oder kranke Hunde haben sicherlich andere Bedürfnisse als junge, agile Hunde. Neben Alter, Größe und Persönlichkeit spielt auch die Hunderasse eine Rolle, welche Hundesportart für wen am besten geeignet ist. Bereits junge Hunde können sportlich aktiv sein, denn Hundesport bedeutet auch, den Hund spielerisch zu erziehen und zu sozialisieren. In erster Linie soll Hundesport Mensch und Hund Spaß machen. Am besten erkundigst du dich bei Hundeschulen oder Vereinen in deiner Nähe, welche Sportarten sie anbieten und vereinbarst einen Schnuppertermin. Nutze auch die Erfahrungen der Hundehalter bei uns im Netzwerk.

Hier findest du fünf der beliebtesten und bekanntesten Hundesportarten:

Agility

Beim Agility sind Geschick und Schnelligkeit gefragt. Aufgabe des Hundes ist es, einen Hindernis-Parcours schnell und fehlerfrei zu durchqueren. Der Halter unterstützt den Hund dabei, in dem er neben ihm läuft und ihm die Reihenfolge der Hindernisse zeigt. Es kommt also auf eine besonders gute Verbindung und Kommunikation zwischen Hund und Mensch an. Hier ist echte Teamarbeit gefragt, und der Hund muss wichtige Grundkommandos bereits gut beherrschen. Agility ist für alle gesunden Hunde jeden Alters und jeder Größe und geeignet. Größere Hunde haben es generell etwas schwerer, da sie meist nicht so wendig sind.

Dogdancing

Dogdancing setzt statt Hindernissen und Geräten rein auf Musik. Hund und Mensch üben bestimmte Bewegungen und kleine Kunststücke zur Musik ein. Im Wettbewerb kommt es vor allem auf den richtigen Rhythmus und die perfekte Synchronizität an. Arme und Beine des Halters werden stark in die Bewegungen mit einbezogen, z.B. durch Slalomlaufen, Springen des Hundes durch die Arme usw. Dogdancing ist ein Teamsport für kleine bis mittelgroße Hunde. Der Hund sollte gut auf die feinen Signale und Kommandos des Halters reagieren. Da der Fantasie hinsichtlich der Bewegungen keine Grenzen gesetzt sind, können auch weniger fitte Hunde diesen Sport ausüben.

Dog-Frisbee

Frisbee-Scheiben sind allgemein bekannt. Beim Dog-Frisbee geht es nicht nur darum, dass der Hund die Frisbeescheibe zurückbringt; vielmehr geht es um Akrobatik in der Luft: Der Hund zeigt gewagte Sprünge und Figuren auf der Jagd nach dem Frisbee. Dog-Frisbee eignet sich besonders für Hunde, die gern spielen und einen hohen Bewegungsdrang haben. Alle kleinen bis mittelgroßen Rassen können diesen Sport ausüben, wobei darauf zu achten ist, dass vor allem die Gelenke des Hundes den Anforderungen gewachsen sind. Verwende nur für diesen Hundesport geeignete Frisbee-Scheiben.

Flyball

Flyball kommt wie Dogdancing aus den USA. Beim Flyball aktiviert der Hund selbst eine Ballwurfmaschine mit Pfote oder Schnauze und apportiert dann den Ball. Auf dem Weg, den Ball zu holen und zurückzubringen, muss der Hund vier Hürden überwinden, gänzlich ohne Kommandos des Halters. Daher sollte der Hund Spaß am Springen, Laufen und Apportieren haben und sich gut konzentrieren können. Die Höhe der Hürden wird im Wettkampf der Größe des Hundes angepasst.

Obedience

Obedience bedeutet Gehorsam, und ist weit weniger streng, als es klingt. Denn Obedience soll viel mehr Spaß machen als den Hund unterzuordnen. Beim Obedience führt der Hund bestimmte Übungen aus, die mit den Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“ beginnen. Später kommen weitere Übungen wie das Ablegen oder Apportieren dazu, wobei es in erster Linie auf Präzision ankommt. Auch hier bilden Mensch und Hund ein gutes aufeinander abgestimmtes Team. Die körperlichen Herausforderungen sind hier weniger hoch, so dass Obedience auch für ältere Hunde geeignet ist, die gern geistig gefordert werden. Beim Rally-Obedience werden die Übungen mit einem Hindernisparcours kombiniert.

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Über den Autor / die Autorin → Andrea Schubert
Ich liebe Tiere sehr und hatte Kaninchen, Meeris, Hunde, Katzen und ein Pferd. Vor einigen Jahren habe ich bereits Beiträge für ein Haustier-Printmagazin geschrieben.