Katzen werden immer wieder heilende Kräfte nachgesagt. Das Schnurren der Katze und sie beim beim Spielen, Schlafen oder Putzen zu beobachten wirken sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus. Nicht nur gestresste Großstädter, die aus verschiedensten Gründen keine Katze halten können, sollten sich daher einen Ausflug in ein Katzencafé gönnen. Mir selbst war dieses Konzept bis vor kurzem völlig unbekannt, bis ich erfuhr, dass es auch eines in Hamburg gibt – also nichts wie hin!

Der Ursprung von Katzencafés

Im Jahr 1998 wurde in Taiwan das erste Katzencafé weltweit eröffnet und errang schon bald sehr große Beliebtheit. Weltberühmt wurde die Idee, als 2004 das erste Katzencafé in Osaka, Japan, eröffnete. Tokio folgte 2005. Da viele Japaner auf kleinem Raum leben und selten Tiere halten können, trafen sich die Menschen am liebsten in einem Katzencafé. In Europa eröffnete das erste Katzencafé in Wien. Deutschland folgte 2013 mit dem ersten in München. Inzwischen gibt es sie in fast allen deutschen Großstädten. Was ist denn nun ein Katzencafé?

Was ist ein Katzencafé?

Ein Katzencafé ist ein klassisches Café mit dem Unterschied, dass sich Katzen im Gastraum aufhalten. Die Katzen können sich frei bewegen, und sie haben Schlafplätze, Spielsachen und Rückzugsmöglichkeiten. Für die Betreiber gibt es einige Vorschriften, die zu beachten sind. Katzen dürfen nicht in die Küche und es muss sichergestellt sein, dass sie gesund und geimpft sind. Katzencafés haben Speisekarten mit einigen kleinen vegetarischen oder veganen Gerichten, Snacks, Kaffee und Kuchen. Menschen, die keine Katze halten können, haben hier die Möglichkeit, in der Gesellschaft von Katzen zu sein, mit ihnen zu spielen oder sie zu streicheln – wenn sie dazu aufgelegt sind. Denn die Wünsche der Katzen haben immer Priorität im Katzencafé.

Ein Besuch im Katzencafé

Mein erster Besuch war 2017 im Katzentempel Hamburg, und ich war schon sehr gespannt. Hinein kommt der Besucher über eine Klingel und einen kleinen Extra-Vorraum. Dort muss er hinter einer Zwischentür warten, bevor jemand von innen öffnet, damit keine Katze auf die Straße entwischt. Es herrscht dort eine wunderbar stille und entspannte Atmosphäre. Alle Menschen sehen auffallend glücklich aus und kommen leicht miteinander ins Gespräch. Sie fotografieren die Katzen, was ohne Blitz erlaubt ist, animieren sie zum Spielen, kraulen ihnen den Bauch oder beobachten sie einfach beim Dösen, während sie leckere Speisen und Kaffee genießen.

Ein Katzencafé ist kein Streichelzoo

Die Katzen in hiesigen Katzencafés stammen meist aus dem Tierschutz und bekommen so ein schönes Zuhause mit allem, was sie brauchen. Ihr Schutz und ihr Wohlbefinden stehen an oberster Stelle. Die Katzen müssen charakterlich in ein solches Café passen, damit sie sich wohlfühlen. Für ihre Gesundheit und Betreuung während der Ruhezeiten muss gesorgt sein. Die Katzen haben die Möglichkeit, sich jederzeit in einen nicht zugänglichen Bereich zurückzuziehen. Wenn sie schlafen oder sich putzen, ist das Anfassen und Streicheln tabu, worauf sehr geachtet und beim Betreten hingewiesen wird. Die Betreiber lieben ihre Tiere und achten stets auf ihr Wohlergehen.

Wo gibt es Katzencafés?

Katzencafés gibt es mittlerweile in vielen Großstädten weltweit. In Deutschland gibt es sie, um nur eine kleine Auswahl zu nennen, z.B. in Hamburg, Köln, Düsseldorf, mehrere in Berlin, Hannover, Leipzig, Nürnberg, München, uvm.

Entspannen im Katzencafé

Menschen und Katzen im Katzencafé in Hamburg waren sehr entspannt, freundlich und zufrieden. Die Katzen haben es dort wirklich gut, und es fehlt ihnen an nichts. Freigänger sind es zwar nicht, das wäre in den meisten Großstädten mit zentraler Lage ohnehin viel zu gefährlich, aber auch Katzen können artgerecht ohne Freigang gehalten werden. Den Katzencafés ist dies gelungen. Ich habe meinen ersten Besuch im Katzencafé sehr genossen.

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