Die Zahl der Tiere in Tierheimen steigt kontinuierlich an. Manche Tierheime müssen zeitweise Aufnahmestopps verhängen, da sie an ihre räumlichen und finanziellen Grenzen stoßen. In Deutschland werden beispielsweise jedes Jahr rund 120.000 Hunde in Heimen abgegeben. Dies sind die häufigsten Gründe, warum Tiere im Heim landen:

  • Krankheit oder Tod des Halters
  • Veränderung der Lebenssituation des Halters (Umzug, Trennung, Jobwechsel)
  • Fundtiere: Tiere laufen weg und finden den Weg nach Hause nicht mehr oder werden einfach ausgesetzt
  • Fehlender Chip zur Nachverfolgung der Herkunft der Tiere
  • Unkontrollierte Vermehrung durch nicht kastrierte Tiere
  • Überpopulation der meisten Tierarten durch Züchtungen

Praktische Hilfe für Tierfreunde

Budgets und Personal sind oft knapp bemessen, so dass es schwierig werden kann, den Bedürfnissen der Tiere voll gerecht zu werden. Es gibt viele Aufgaben, die im Tierheim anfallen und erledigt werden wollen:

  • Gassi gehen mit den Hunden
  • Reinigung der Käfige und Zimmer der Tiere
  • Füttern und Pflegen der Tiere
  • Spielen und Schmusen mit den Tieren
  • Bürotätigkeiten wie Webseitenpflege, Aufgeben von Inseraten
  • Handwerkliche Tätigkeiten und Reparaturarbeiten am Gebäude
  • Fahrten zum Tierarzt
  • Bereitstellen von Pflegestellen bei sich Zuhause

Diese Aufgaben lassen sich nur mit festem Stammpersonal kaum bewältigen, so dass Tierheime auf die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer angewiesen sind. Viele Menschen dürfen seitens der Vermieter keine Haustiere halten oder ihnen fehlt die Zeit, sich ganztags um ein Tier zu kümmern. Dennoch möchten sie gern Kontakt zu Tieren haben, etwas dazu lernen und anderen Geschöpfen etwas von sich geben: Liebe, Zeit und Zuwendung.

Für diese Menschen kann eine ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim genau das Richtige sein. Die Zeit lässt sich meist frei einteilen und jeder kann den Aufgaben nachgehen, die ihm am meisten liegen und Spaß machen. Wenn du an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Tierheim interessiert bist, wende dich am besten direkt an dein lokales Tierheim. Dort kannst du alle Einzelheiten besprechen.

Erfahrungsbericht: Wie sich mein Leben veränderte, seit ich auf den Hund gekommen bin

Der Happy Pet Club hat Monika getroffen. Die 59-Jährige hat vor einiger Zeit mit ihrem lokalen Tierheim Kontakt aufgenommen. Dort hat sie eine wunderbare Freundschaft geschlossen, mit zudem erstaunlichen Auswirkungen auf ihre eigene Gesundheit:

„Als ich neulich im Internet surfte, entdeckte ich dieses neue Tierportal, welches mir sehr gut gefällt. Ich dachte mir, ich könnte ja auch ein wenig dazu beitragen, dass die Menschen sich mehr mit Tieren im Allgemein und Hunden im Besonderen beschäftigen. Deshalb hier meine Geschichte:

Ich lebe seit Jahren allein. Das fand ich auch immer toll und war zufrieden. Dann wurde ich krank. Mein Arzt stellte Arthrose in den Kniegelenken, Handgelenken und Fingern fest. Das schränkte mich im Alltag sehr ein. Meine Kinder leben weit weg, und daher können wir uns nicht so häufig sehen. Das ist ja auch kein Problem, ich komme eigentlich sehr gut zurecht. Aber ich fing an, mich einsam zu fühlen. Eine gute Freundin hat einen Hund, den sie aus einer Tötungsstation in Spanien gerettet hat und der mit unglaublicher Liebe und Treue an ihr hängt. Sie sagte mir, ich solle mir doch auch einen Hund anschaffen, denn das habe nur Vorteile.

Ich dachte, ich versuche es erst einmal mit einem Hund aus dem Tierheim, mit dem ich spazieren gehen und für den ich eine Patenschaft übernehmen kann. Am besten so, dass es für beide Seiten passt, sprich: dass die Chemie zwischen Hund und Mensch stimmt. Also besuchte ich ein Tierheim in meiner Wohngegend und suchte mir einen kleinen Hund zum Spazierengehen aus. Er war sehr niedlich und auch sehr lieb und wir kamen wunderbar zurecht miteinander. Ich holte ihn öfter ab und freute mich schon sehr auf die gemeinsame Zeit. Der kleine Hund saß schon am Gitter seines Geheges, wenn ich dort ankam. Er freute sich ganz offensichtlich auch auf die Spaziergänge.

Im Laufe der Zeit bemerkte ich, dass ich weniger Probleme mit meiner Arthrose hatte. Ich erzählte meinem Arzt davon und er meinte, das sei ja ganz logisch, da ich mich ja jetzt durch die Spaziergänge mit Hund viel mehr bewegen würde als früher. Das leuchtete mir ein. Außerdem lernte ich jede Menge Leute kennen, die auch mit ihren Hunden unterwegs waren. Es gibt immer ein Gesprächsthema, wenn ich andere Hundebesitzer treffe.

Alles in allem: Nur positive Dinge geschahen, so wie meine Freundin es mir vorausgesagt hatte! Ich hätte den kleinen Hund gern zu mir genommen, darf aber in meiner Wohnung keine Tiere halten. Also bleibt es dabei: Ich hole meinen kleinen Freund öfter ab und wir beide genießen die Zeit miteinander.“

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Tierheime

Neben praktischer, alltäglicher Hilfe gibt es einige weitere Möglichkeiten, Tierheime zu unterstützen:

  • Finanzielle Spenden
  • Sachspenden (Spielsachen, Zubehör, etc.) direkt an das Tierheim
  • Futterspenden z.B. in Futterboxen im lokalen Supermarkt
  • Übernahme einer Patenschaft für ein bestimmtes Heimtier

Und zu guter Letzt: Adoptiere dein Tier aus dem Heim

Je mehr Menschen sich entscheiden, ein Tier aus dem Heim aufzunehmen, desto mehr wird den Heimen und natürlich den Tieren geholfen. Die Mitarbeiter der Tierheime kennen ihre Tiere und können genau Auskunft über die Eigenschaften ihrer Schützlinge geben. So kann jeder das für sich passende Tier finden und seinem neuen Freund auf vier Pfoten ein Zuhause schenken.

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